Bagnaia warnt vor Wetterumschwung: Kann der Australien-GP stattfinden?
Francesco Bagnaia blickt mit verhaltenen Erwartungen auf das MotoGP-Rennen in Australien. Der Ducati-Pilot hofft auf trockene Bedingungen und äußerte sich am Donnerstag auch zur offenen Katar-Frage.
Das MotoGP-Wochenende auf Phillip Island geht Francesco Bagnaia ohne große Kampfansage an. Am Donnerstag vor dem Australien-GP machte der Ducati-Werkspilot deutlich, dass für ihn zunächst das Gefühl für sein Motorrad stimmen muss. Die Aussicht auf einen Wetterumschwung am Samstag und Sonntag verstärkt seine Zurückhaltung.
Auch die Erinnerungen an das Vorjahr geben Bagnaia wenig Anlass zur Zuversicht: Damals lag er lediglich auf Platz 13, bevor er kurz vor Rennende stürzte. Auf die Frage, welches Ergebnis für ihn an diesem Wochenende möglich ist, antwortete Bagnaia zurückhaltend: «Das wird sich zeigen. Es wird hier mehr oder weniger so wie in den zurückliegenden Jahren sein. Am Donnerstag und am Freitag ist das Wetter gut und ändert sich dann komplett für den Rest des Wochenendes.»
Starker Regen am Samstag und Sonntag vorausgesagt
Der schnelle, flüssige Kurs verlangt Vertrauen in die Maschine. Eine konkrete Zielsetzung für das Wochenende vermied der Italiener deshalb. «Ich will das Wochenende genießen. Doch um das Wochenende hier zu genießen, benötigt man ein sehr gutes Gefühl für das Motorrad. Ich hoffe, dass das der Fall sein wird, doch ehrlich gesagt wird es schwierig», räumte Bagnaia ein.
Zusätzliche Unsicherheit bringt die Wetterprognose. Der Ducati-Pilot befürchtet, dass die Bedingungen womöglich auch die Durchführung der Sessions beeinträchtigen könnten. «Vom Wetter her sieht es aktuell so aus, dass die Bedingungen am Samstag und Sonntag kritisch werden und das Fahren infrage steht. Doch wir müssen es so hinnehmen und versuchen, zu fahren», schilderte der Italiener.
Regen betrachtet Bagnaia ausdrücklich nicht als Chance, seine Ausgangslage zu verbessern. «Es ist schlimmer, denn wenn man keinen Grip und kein Gefühl hat, dann wird es im Nassen noch schlimmer. Ich hoffe auf trockene Bedingungen», betonte er.
Kann und sollte Katar stattfinden?
Neben dem unmittelbar bevorstehenden Wochenende beschäftigte Bagnaia auch die offene Frage, ob das Rennen in Katar stattfinden kann. Angesichts der Unruhen in der Region steht für ihn die Sicherheit der Beteiligten im Vordergrund. Aktuell wird die Situation als sicher eingestuft, doch das kann sich von Tag zu Tag ändern.
Der Ausgang der Midterms in den USA könnte die Lage verändern. «Ich hoffe, dass die Dorna daran arbeitet, uns volle Sicherheit zu bieten, wenn wir dorthin gehen. Wenn die Situation nicht sicher ist, sind sie die Ersten, die kein Risiko eingehen wollen. Mehr kann ich dazu nicht sagen», erklärte Bagnaia.
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