Bimota in Schwarz-Gold: Edler Retro-Auftritt beim WM-Finale
Mit dem Sonderdesign «Nero» erinnerten Alex Lowes und Axel Bassani in Jerez an eine seltene DB1 von 1985. Als Siebter und Achter waren sie im zweiten Lauf die besten Nicht-Ducati-Piloten.
Nicht nur das
Die Kombination weckte bei einigen Rennsportfans Erinnerungen an die legendäre John-Player-Special-Lackierung, mit der Lotus in den 1970ern und 1980ern in der Formel 1 antrat. Die Inspiration für das «Nero» genannte Design stammte allerdings aus der eigenen Geschichte: Als Vorlage diente eine spezielle Ausführung der Bimota DB1 von 1985, die ausschließlich für den australischen Markt bestimmt war.
Bimota erinnert an die eigenen Anfänge
Aus sportlicher Sicht gelang Bimota beim Finale in Jerez ein respektabler Saisonabschluss. Lowes beendete den zweiten Lauf auf Platz 7, Bassani folgte als Achter. Damit waren die beiden Bimota-Piloten am Sonntag die bestplatzierten Nicht-Ducati-Piloten.
Mit der Sonderlackierung griff die Mannschaft ein Modell aus einer prägenden Epoche auf. In den 1970er- und 1980er-Jahren etablierte sich Bimota als Hersteller exklusiver Sportmotorräder, die eigenständige Fahrwerkskonzepte mit zugekauften Motoren verbanden. Die DB1 nahm dabei einen besonderen Platz ein: Sie war die erste Bimota mit Ducati-Antrieb.
Heute liefert Kawasaki den Motor für die KB998 Rimini und bildet auch wirtschaftlich einen wesentlichen Pfeiler der Marke. Die Rückbesinnung auf die DB1 zeigt, dass die unterschiedlichen technischen Partnerschaften zur Geschichte von Bimota gehören.
Klassisch und edel: Bimota interpretiert Geschichte neu
Im Mittelpunkt des Sonderauftritts stand jedoch die Gestaltung. Die schwarzen Flächen ließen die goldenen und roten Linien besonders deutlich hervortreten. Statt mit großflächigen Kontrasten arbeitete das Design mit feinen Akzenten, die den Formen der Verkleidung folgten. Das verlieh den beiden Rennmaschinen einen ebenso klassischen wie edlen Charakter.
Nach Angaben des Bimota by Kawasaki Racing Teams sollte «Nero» mehr sein als eine historische Farbvariante. Die Lackierung stehe für den Mut der Marke, eigene Wege zu gehen, Konventionen herauszufordern und außergewöhnliche Motorräder zu schaffen.
Die seltene australische DB1-Ausführung wurde dafür nicht einfach kopiert, sondern als Ausgangspunkt für eine moderne Interpretation genutzt. Unter den Blicken der Kameras und Fotografen brachten Lowes und Bassani das Sonderdesign im letzten Rennen des Jahres auf die Strecke – und waren damit hinter den dominanten Ducatis die zweite Kraft.
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