Fabio Di Giannantono (VR46 Ducati) ist überzeugt: Wir hassen uns nicht
Vor dem Indonesien-GP sprach Fabio Di Giannantonio über das neue Wochenend-Format, das ab der MotoGP-Saison 2027 zum Einsatz kommt. Weshalb er nicht mehr an Treffen der Safety Commission teilnimmt.
Fabio Di Giannantono hatte in Japan ein miserables MotoGP-Wochenende. Crash im Sprint und Platz 18 im Grand Prix bedeuteten null Punkte. Somit kann es für ihn nur besser werden in Indonesien. Am Sonntag werden der VR46-Pilot und sein Teamkollege Franco Morbidelli auf dem Mandalika International Circuit in speziellen Farben unterwegs sein – zumindest optisch werden die beiden auffallen.
Am 7. Oktober hat die MotoGP das neue Wochenend-Format vorgestellt, das ab der Saison 2027 zum Einsatz kommen wird. Unter anderem wird es nächstes Jahr am Freitag ein Sprint-Qualifying geben, die Gesamtzeit auf der Strecke wird für die MotoGP-Piloten etwas reduziert. «Für die Fahrer und Teams ist es super, es passt perfekt. Am Ende werden wir weniger Zeit auf der Strecke haben, was gut ist», meinte Di Giannantonio am Donnerstag vor dem Indonesien-GP. «Aber für diejenigen, die gerne mehr Zeit auf der Strecke zur Verfügung hätten und mehr Versuche benötigen, um ein gutes Gefühl zu bekommen, wird es etwas schlechter sein.»
Pecco Bagnaia sagte bei seinem Medientermin am Donnerstag, dass in der Safety Commission in Japan, wo das neue Format besprochen wurde, nur vier Fahrer anwesend waren. Es scheint schwierig für die Fahrer zu sein, einen gemeinsamen Standpunkt zu finden und mit der Organisation zu sprechen. «Ich habe aufgehört, in die Safety Commission zu gehen, weil ich festgestellt habe, dass es schwierig war, bei den Themen, die wir angesprochen haben, Fortschritte zu erzielen – aber nicht, weil wir uns hassen», schmunzelte «Diggia». «Es gibt so viele Dinge und es ist schwierig, alles zu berücksichtigen. Ich bin mir aber sicher, dass die Verantwortlichen der MotoGP den Fahrern immer die bestmögliche Lösung zur Verfügung stellen wollen. Sie müssen aber auch die Bedürfnisse der Teams, Hersteller, Fans und Austragungsländer berücksichtigen.» Eine Fahrervereinigung wäre hilfreich, um Themen mit mehr Gewicht durchzubringen. «Wir waren nicht weit weg, um uns als Fahrer zu organisieren, um mit einer stärkeren Stimme zu sprechen, aber viele Piloten haben das irgendwie behindert. Als ich das mitbekommen habe, habe ich entschieden, mehr Zeit für meine körperliche Verfassung aufzuwenden und mehr Zeit in meiner Box zu verbringen», winkte Di Giannantonio ab.
Nach Crash mit Alex Marquez in Japan: Schmerzen in den Rippen
Im Sprintrennen in Japan wurde Di Giannantonio in der ersten Runde von Alex Marquez (Gresini Ducati) abgeschossen. Er hatte dabei einen heftigen Schlag auf seine Rippen und die Hüfte abgekommen, weshalb er im Kiesbett zunächst nach Luft ringen musste. Wie geht es ihm einige Tage danach? «Viel besser. Am Montagmorgen war es immer noch ziemlich schlecht, vor allem meine Rippen habe ich bei der Weiterreise noch gespürt», erklärte der Römer. «Jetzt ist es aber viel besser und ich kann normal arbeiten. Ich spüre nur noch Schmerzen bei den Rippen, wen ich tief einatme. Es geht mir aber gut.»
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