Für Di Giannantonio steht fest: Valentino Rossi muss zu allen Rennen kommen
Als Vierter im Ziel, war Fabio Di Giannantonio im MotoGP-Sprint in Brünn lediglich drittbester Ducati-Fahrer. «Ich konnte nicht einmal an einen Angriff auf Marc Marquez denken», sagte der VR46-Pilot.
Pecco Bagnaia (Ducati), Ai Ogura (Aprilia) und Marc Marquez (Ducati) waren dem Rest des Feldes im kurzen MotoGP-Rennen am Samstagnachmittag in Brünn deutlich voraus und sahen die schwarz-weiß-karierte Flagge innerhalb 0,8 sec und in dieser Reihenfolge. Fabio Di Giannantonio kam als Vierter ins Ziel – 2,9 sec hinter dem Sieger, aber 3,5 sec vor dem Fünften Jorge Martin (Aprilia).
Diggia musste den Fehler einsehen
«Ich hatte die Chance, um einen Podestplatz zu kämpfen, entschied mich aber für den falschen Hinterreifen», fasste «Diggia» seinen Sprint zusammen, nachdem er sich für Startplatz 2 qualifiziert hatte. «In die Kurven hinein war ich viel schneller als Marc, in den ersten Runden hatte er aber deutlich mehr Traktion. Vor allem am Kurvenausgang habe ich verloren, ich konnte nicht einmal daran denken, ihn anzugreifen. In den letzten Runden musste ich einsehen, dass das Podium außer Reichweite liegt, obwohl ich maximalen Druck ausübte. Also entschied ich mich dafür, die Punkte mitzunehmen. Ich hatte darauf gewartet, dass sein Hinterreifen nachlässt, aber das geschah nicht. Wir müssen als Team besser arbeiten, die Verantwortung liegt bei uns.»
«Wir haben alles aus unserem Motorrad gequetscht», sagte der Italiener zu seiner hervorragenden Runde im Qualifying. «Rückblickend ist mir klar, dass der weiche Hinterreifen für den Sprint die richtige Wahl war. Für das lange Rennen will ich mich noch nicht festlegen, wir werden sämtliche Möglichkeiten genau eruieren.»
Das Team VR46 genießt in Brünn die Unterstützung von Eigentümer Valentino Rossi, dessen Wissen und scharfes Auge Diggia schon oft über den Klee gelobt hat. «Ich sage ständig, dass wir ihn bis zum Ende der Meisterschaft bei allen Rennen dabeihaben müssen», schmunzelte der WM-Dritte. «Es ist super, ihn als Coach zu haben. Ich versuche, so viele Podestplätze und Siege wie möglich zu erobern. Nur wenn du das Maximum aus jedem Rennen holst, stehst du am Ende des Jahres bestmöglich da.»
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