Vierter Sturz im neunten Sprint: WM-Leader Bezzecchi «stellt sich Fragen»
Der WM-Führende warf im Brünn-Sprint wichtige Punkte weg. Nach seinem vierten Sturz im neunten Sprintrennen der MotoGP-Saison 2026 rätselt Marco Bezzecchi über seine Samstagsprobleme.
Marco Bezzecchi erlebte im
Besonders bitter: Während Bezzecchi keine Punkte sammelte, verkürzte Teamkollege Jorge Martin den Rückstand in der Gesamtwertung. Vor dem Grand Prix am Sonntag beträgt Bezzecchis Vorsprung nur noch 15 Punkte.
Der Italiener machte nach dem Rennen keinen Hehl daraus, dass der Fehler auf seine Kappe ging. «Es war ein kleiner Fehler», erklärte Bezzecchi. «Ich war im gesamten Sprint am Limit und dann ist mir in Kurve 3 das Vorderrad weggerutscht.»
Erneut kein gutes Gefühl am Samstag: Bezzecchi wirkt nachdenklich
Dabei hatte sich der Aprilia-Pilot deutlich mehr ausgerechnet. Schon früh im Rennen merkte er jedoch, dass ihm das gewünschte Gefühl für seine RS-GP fehlte. «Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, ein besseres Gefühl zu haben. Doch ich fühlte mich nicht besonders wohl», gestand der WM-Leader. «Das Renntempo war sehr hoch. Ich war in etwa so schnell wie im Training. Mehr war nicht möglich.»
Umso überraschender kam der Sturz für den Italiener, der zu diesem Zeitpunkt auf der fünften Position seine Runden drehte und Teamkollege Martin im Griff hatte. «Zu diesem Zeitpunkt kontrollierte ich das Rennen, deshalb rechnete ich nicht mit dem Sturz», wunderte sich Bezzecchi über den Abflug in der vorletzten Runde.
In Brünn waren Stürze kein seltenes Bild. Auch Maverick Vinales, Diogo Moreira, Pedro Acosta und Cal Crutchlow landeten im Kiesbett. Dennoch wollte Bezzecchi die zahlreichen Ausfälle nicht überbewerten. «Ich kann nicht für die anderen Fahrer sprechen, doch das hier ist ein anspruchsvoller Kurs», bemerkte der 27-Jährige.
Vier Stürze in neun MotoGP-Sprints: Was läuft falsch?
Größere Sorgen bereitet ihm ohnehin ein anderes Thema. Vier Sprintstürze aus neun Starts sind für einen Titelkandidaten eine alarmierende Quote. Während Bezzecchi an den Sonntagen regelmäßig zu den stärksten Fahrern gehört, verliert er an den Samstagen immer wieder wichtige Punkte.
«Ich stelle mir die gleichen Fragen», sagte der Italiener offen. «Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich mich an jedem Tag richtig wohlfühle auf dem Motorrad. Doch aus irgendeinem Grund habe ich an den Samstagen zu kämpfen.»
Eine klare Erklärung hat der Aprilia-Star bislang nicht gefunden. Genau das macht es für ihn so schwierig. «Diese Situation ist schwer zu kontrollieren. Ein Fehler ist okay, ein zweiter vielleicht auch noch, doch heute bin ich etwas ernüchtert», gab Bezzecchi zu.
Statt lange über den verpassten Sprint zu grübeln, richtet er seinen Blick nun auf den Grand Prix am Sonntag. «Der Samstag ist gelaufen. In Assen werde ich mir Gedanken über den nächsten Samstag machen», kündigte der WM-Leader an. «Mein Fokus muss sich jetzt auf Sonntag richten, damit ich ein besseres Rennen fahren kann und bestmöglich abschneide.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






