Die Laune von Dixon-Ersatz Ryan Vickers (Honda) wurde jeden Tag schlechter
Mit drei Stürzen bei der Superbike-WM 2026 in Misano nimmt Ryan Vickers eine prominente Position in der Statistik ein. Die Stimmung des Honda-Piloten wandelte sich von euphorisch zu ernüchtert.
Nach Phillip Island kam Ryan Vickers auf dem Misano World Circuit zum zweiten Mal in der Superbike-WM 2026 als Ersatz für Jake Dixon zum Zuge. In Portimão und Assen sprang HRC-Testfahrer Jonathan Rea ein, auf dem Balaton Circuit und in Most der Japaner Yuki Kunii. Das Comeback des Engländers in Aragon war zu früh, weshalb beim siebten Saisonmeeting Vickers aus der BSB nominiert wurde. Der 27-Jährige ist in das Testprogramm eingebunden und kannte die italienische Rennstrecke aus dem vergangenen Jahr.
Vickers war begeistert von den Möglichkeiten im Werksteam. Personal, Technik und Infrastruktur sind natürlich auf einem höheren Level als in der nationalen Serie. Dass er am ersten Tag nur 0,6 sec auf Stammfahrer Somkiat Chantra einbüßte, war erstaunlich. «Es ist fantastisch, Teil des HRC-Teams zu sein und mit so professionellen Leuten zusammenzuarbeiten. Es ist ein großartiges Umfeld, und es ist beeindruckend zu sehen, wie hart alle arbeiten», stellte Vicker fest. «Wieder auf ein Superbike zu steigen, war eine ziemliche Umstellung – das Gefühl auf dem Motorrad unterscheidet sich stark von dem, was ich gewohnt bin. In der ersten Session ging es vor allem darum, Runden zu fahren und mich wieder an das Motorrad und die Strecke zu gewöhnen. Nach einigen Änderungen am Set-up konnten wir uns im FP2 erneut verbessern, und ich fühlte mich auf dem Motorrad wohler.»
Ab Samstag war jedoch der Wurm drin. Das Unheil begann mit einem unverschuldeten Sturz im dritten Training, der sich auf die Superpole (Letzter) und den ersten Lauf (Sturz) auswirkte. «Das war ein schwieriger Tag», stöhnte der Engländer. «Wir hatten einen guten Plan für das dritte freie Training, und ich war eigentlich recht zuversichtlich, was die vorgenommenen Änderungen anging, doch leider wurde ich dann ganz zu Beginn der Session von einem anderen Fahrer aus der Bahn geworfen. Es war ein ziemlich schwerer Sturz mit heftigem Aufprall, bei dem ich mir die linke Hand geprellt habe. Da ich den Großteil des Trainings verpasst hatte, haben wir wertvolle Zeit auf der Strecke verloren und sind mit einigen Fragezeichen in das Qualifying gegangen, insbesondere was den Qualifying-Reifen betrifft, den ich in dieser Saison noch nicht verwendet hatte. Von einem schlechteren Startplatz als gewünscht ins Rennen zu gehen, machte das Rennen schwierig, und dann bin ich leider schon in der Anfangsphase gestürzt. Ich konnte zwar wieder ins Rennen zurückkehren und noch einige Runden fahren, musste aber letztendlich aufgeben.»
Nach Platz 17 im Superpole-Race fabrizierte Vickers im zweiten Lauf den dritten Sturz in Misano. «Es war ein frustrierendes Wochenende mit einigen Herausforderungen», stöhnte der Honda-Pilot. «Der schwere Sturz im FP3 hat nicht gerade geholfen, vor allem wegen des anschließenden Motorradwechsels und einiger Probleme, mit denen wir dann für den Rest der Rennen zurechtkommen mussten. Trotzdem denke ich, dass wir viel gelernt und nützliche Informationen gesammelt haben, die hoffentlich dazu beitragen können, das Projekt zu verbessern. Leider hatte ich im Rennen einen weiteren kleinen Sturz, der dem von gestern sehr ähnlich war, aber ich konnte wieder ins Rennen zurückkehren und es beenden, und die Rundenzeiten waren recht konstant.»
Vickers weiter: «Außerdem haben wir an diesem Wochenende einiges über die Elektronik gelernt, was dem Team hoffentlich helfen wird, einen weiteren Schritt nach vorn zu machen. Wir sind natürlich noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir werden weiterarbeiten und unser Bestes geben, um das Projekt voranzubringen.»
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