Pedro Acostas stürzte im Sprint – erneut Technik-Probleme an der KTM RC16
Ein technischer Defekt beendete Pedro Acostas Brünn-Sprint vorzeitig. Der KTM-Pilot kämpfte tapfer mit blockiertem Ride-Heights-System, ehe der Sturz kam. Auch an Selbstkritik mangelt es nicht.
Wie Acosta nach dem Rennen einräumte, war das Ride-Height-Device am Heck seiner KTM von der ersten Runde an blockiert: «Wir hatten ein technisches Problem mit dem hinteren Device, das komplett verklemmt war. Ich habe versucht, es zurück in die Standardposition zu bringen.» Der erste größere Verlust geschah in Kurve 3, als Jorge Martin (Aprilia) an ihm vorbeizog. Danach musste Acosta erst verstehen, wie er mit dem Problem umgehen sollte.
Trotz der Ablenkung durch den Defekt blieb Acosta im Kampf um die Punkteränge präsent. Er beschrieb sein Tempo als «nicht herausragend, aber akzeptabel für die Top-5.» Mit Jorge Martin hatte er kein direktes Duell: «Das Problem war, dass ich gar nicht gegen ihn gefahren bin – ich habe gegen die Teams um mich herum gekämpft.» Er habe gewusst, auf den Geraden leicht im Nachteil zu sein, und versucht, Martin aus der Ideallinie zu drängen, um vorbeizugehen. Zeitweise sei er schneller gewesen und habe sich an Bezzecchi herangekämpft.
Der Defekt ließ sich letztlich nicht kompensieren, es endete mit einem Sturz in Kurve 11. «Sorry an das Team. Ich hätte es auch anders handhaben und am Ende Siebter oder Achter werden können. Das war nicht das, was ich wollte. Wir müssen analysieren, was passiert ist.» Wie viel Zeit ihn das Technik-Malheur pro Runde kostete, konnte der Spanier nicht beantworten.
Die Erwartungen für den Grand Prix am Sonntag dämpfte er. Auf die Frage, ob ihn das Tempo im Mittelfeld optimistisch stimme, antwortete er knapp: «Nein. Zu Beginn des Jahres habe ich genau das gesagt: Ich will in den Top-5 sein.» Damit war auch das Ziel für den Sonntag ausgesprochen. Statt in der WM-Tabelle Boden auf Rang 3 und Fabio Di Giannantonio gutzumachen, schmolz der Vorsprung auf den unangenehmen Verfolger und nächstjährigen Teamkollegen Marc Marquez auf 17 Punkte.
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