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Tom Lüthi fördert Schweizer WM-Hoffnung Alessio Arnold

Mit seiner Tätigkeit als Riding-Coach bei IntactGP ist Tom Lüthi längst nicht ausgelastet. Der Ex-Weltmeister engagiert sich darüber hinaus als Coach und Berater für ein Schweizer Nachwuchstalent.

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Obwohl die Schweiz über keine eigene permanente Grand-Prix-Strecke verfügt, hat das Land immer wieder Spitzenfahrer hervorgebracht. Einer, der diesen Weg künftig einschlagen könnte, ist Alessio Arnold. Der 15-jährige Aargauer stieg in dieser Saison in den Moto4 Europe Cup im Rahmen der FIM MotoJunior World Championship auf und wird dabei von Tom Lüthi unterstützt.

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In enger Zusammenarbeit mit seinem Manager begleitet der 125-ccm-Weltmeister von 2005 den jungen Schweizer als Coach und sportlicher Berater. «Alessio sehe ich ganz klar als nächsten Schweizer, der die Chance hat, es bis in die WM zu schaffen», erklärte Lüthi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com am Rande eines Moto4-Europe-Cup-Wochenendes. «Bei ihm versuche ich, meine Erfahrung, Tipps und richtungsweisende Entscheidungen mitzugeben.»

Da der Moto4 Europe Cup 2026 lediglich sieben Veranstaltungen umfasst und nicht an jedem Wochenende zwei Rennen austrägt, startet Arnold parallel auch in der spanischen Superbike-Meisterschaft ESBK in der Pre-Moto4-Klasse.

Dort verfolgt der Nachwuchsfahrer ein klares Ziel. Nachdem er im Vorjahr mit fünf Siegen sowie zwei weiteren Podestplätzen Vizemeister wurde, soll diesmal der Titel folgen. «Ja, der Titel ist in diesem Jahr schon das Ziel», sagte Arnold. «Aber das muss sich ergeben, denn die ESBK ist für mich vor allem Training für den Moto4 Europe Cup.»

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Voller Fokus auf den Rennsport

Obwohl Arnold mit seinem Vater Franz bereits regelmäßig in Spanien trainierte, lebte die Familie bislang im aargauischen Reitnau. Seit dem Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Juli will der 15-Jährige jedoch noch häufiger auf der Iberischen Halbinsel trainieren. «Ich möchte in den nächsten Jahren voll auf den Sport setzen. Wenn es nicht klappt, in die WM zu kommen, mache ich eine Lehre wie alle anderen.» Dass dieser Traum realistisch erscheint, liegt nicht zuletzt an seinem Talent – aber auch an einer soliden finanziellen Basis.

«Wir haben sehr gute Sponsoren, bei denen ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Bisher hat mein Vater das organisiert, sodass wir für den Rennsport kaum eigenes Geld ausgeben mussten. Inzwischen übernimmt das aber zunehmend David Kriech, der frühere Manager von Noah Dettwiler und anderen Fahrern.»

Arnolds Weg: Über Italien nach Spanien

Mit dem Motorsport begann Arnold bereits 2016 im Alter von fünf Jahren in der Schweizer Supermoto-Meisterschaft bis 50 ccm. Der Mischung aus Asphalt und Offroad blieb er bis 2019 treu und krönte sich in jenem Jahr zum Schweizer Meister der 65er-Klasse.

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Anschließend wechselte er in die Italienische Mini-Bike-Meisterschaft, in der er von 2020 bis 2023 in verschiedenen Klassen antrat. 2024 folgte der Wechsel in die Spanische Meisterschaft. Im vergangenen Jahr holte Arnold in der damaligen ESBK Talent 250 ccm fünf Siege, einen zweiten und einen dritten Platz und schloss die Saison als Vizemeister ab.

Dass sein Weg letztlich in Richtung Rundstrecke führte, stand für Arnold schon früh fest. «Supermoto konnte ich in der Schweiz fahren, aber mein Ziel war damals schon die MotoGP», erklärte er. Als sportliches Vorbild nennt der Schweizer den ehemaligen MotoGP-Weltmeister Fabio Quartararo.

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