Melsungen: Markus Brandhofer/Bridget Meijerink und Andrew Appleton siegten
Aufregende, spannende Läufe, viel Hitze und Staub und ein schlimmer Crash beim Grasbahnrennen in Melsungen. Brandhofer/Meijerink siegten bei den Gespannen, Andrew Appleton bei den Solisten.
Das war ein anstrengender Nachmittag für alle Beteiligten am 64. Grasbahnrennen des MSC Melsungen. Die Hitze und eine zum Teil enorme Staubentwicklung an der St. Georgs-Brücke stellten an Mensch und Material einige Anforderungen. Aber es waren auch super spannende Läufe zu sehen.
Leider gab es in der B-Soloklasse gleich im zweiten Lauf einen schlimmen Sturz von Kelly Velda. Die Niederländerin musste daraufhin mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Rene Hasenfratz wurde als Sturzauslöser für diesen Lauf disqualifiziert.
Andrew Appleton war überragend – Niek Meijerink war die Überraschung
In der Internationalen Soloklasse war Andrew Appleton der überragende Fahrer. Der Brite hatte seine drei Vorläufe in überragender Manier gewonnen und führte die Konkurrenz mit 15 Punkten an. Der Däne Jacob Bukhave folgte mit 13 Zählern vor dem Briten James Shanes (12) und William Kruit (11) aus den Niederlanden. Auf je acht Punkte kamen Paul Cooper (GB) und der 18-jährige Niederländer Niek Meijerink.
Das Finale musste zweimal gestartet werden. Zuerst gab es einen spannenden Zweikampf über drei Runden zwischen Appleton und Bukhave. Der Däne geriet dabei auf der Gegengeraden zu Fall und wurde vom Wiederholungslauf ausgeschlossen. Hier zeigte Niek Meijerink, der Cousin vom Weltklassefahrer Dave Meijerink, eine ganz tolle Leistung. Er führte das Feld an, ließ sich auch nicht vom ständig angreifenden Shanes beeindrucken, gewann das Finale und wurde in der Gesamtwertung Dritter. Appleton fuhr hier auf Sicherheit. Ihm reichte Platz drei im Endlauf zum Gesamtsieg.
Die Deutschen rangierten am Ende des 11er-Feldes. Daniel Spiller wurde mit sieben Punkten Siebter, Stephan Katt mit vier Zählern Achter, dann folgten Marcel Sebastian (4), Fabian Wachs (3) und Keijo Busch mit zwei Punkten.
Drei deutsche Gespanne vorne – Manuel Meier/Lena Siebert im Pech
Gleich 13 A-Lizenz-Gespanne waren in Melsungen am Start. Nach den Vorläufen lagen die Lokalmatadoren, Manuel Meier und Beifahrerin Lena Siebert aus dem Melsunger Ortsteil Röhrenfurt, mit drei Laufsiegen und 15 Punkten an der Spitze. Dahinter folgten die Briten Mitch Godden/Paul Smith (13) und die DMSB-Vertreter Markus Brandhofer/Bridget Meijerink und Raphael San Millan/Benedikt Zapf mit je 12 Zählern.
Zweistellig punkten (10) konnten bis dahin nur noch die Franzosen Remi Valladon/Jonathan Bertrand. Ole Möller/Imani Hazekamp schafften mit sechs Vorlaufpunkten das Finale vor Imanuel Schramm mit der [Gott sei Dank, die Red.] wieder genesenen Beifahrerin Lene Laise. Sie waren zwar punktgleich, aber Möller/Hazekamp hatten in ihrem zweiten Vorlauf einen zweiten Platz vorzuweisen. Die bessere Platzierung gab den Ausschlag.
Im Finale war das Pech der Einen auch das Pech der Anderen. Die Rede ist von Godden/Smith und Meier/Siebert. Die Briten waren gut gestartet, später hatten sie vor Start/Ziel ein technisches Problem und fielen aus. Um nicht auf sie drauf zu fahren, musste das Team vom MSC Melsungen kurzfristig durch das Innenfeld kurven. Dadurch ging der Schwung verloren und die Konkurrenz mit Brandhofer/Meijerink, San Millan/Zapf und auch Valldon/Bertrand war am Gespann mit der Nummer 90 vorbei.
Das bedeutete am Ende Punktgleichheit und Platz eins für Brandhofer/Meijerink, Platz zwei für Meier/Siebert und Podestplatz 3 für San Millan/Zapf.
Ergebnisse 64. Grasbahnrennen Melsungen I-Solo:
1. Andrew Appleton (GB), 18
2. James Shanes (GB), 16
3. Niek Meijerink (NL), 13
4. Jacob Bukhave (DK), 13
5. William Kruit (NL), 12
6. Paul Cooper (GB), 10
7. Daniel Spiller (D), 7
8. Stephan Katt (D), 4
9. Marcel Sebastian (D), 4
10. Fabian Wachs (D), 3
11. Keijo Busch (D), 6
Finale: 1. Meijerink, 2. Shanes, 3. Appleton, 4. Cooper, 5. Kruit, 6. Bukhave.
Ergebnisse 64. Grasbahnrennen Melsungen I-Gespanne:
1. Markus Brandhofer/Bridget Meijerink (D/NL), 17 Punkte
2. Manuel Meier/Lena Siebert (D), 17
3. Raphael San Millan/Benedikt Zapf (D), 16
4. Remi Valladon/Jonathan Bertrand (F), 13
5. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 13
6. Ole Möller/Imani Hazekamp (D/NL), 7
7. Imanuel Schramm/Lene Laise (D), 6
8. Josh Goodwin/Scott Goodwin (GB), 5
9. Clement Furet/Gilles Couprie (F), 4
10. Jens Lorei/Jack Düringer (D), 3
11. Andy Horn/Christian Schädler (D), 2
12. Nicole Standke/Alex Herrmann (D),
13. Chris Neame/Zoe Pay (GB), 0
Finale: 1. Brandhofer/Meijerink, 2. San Millan/Zapf, 3. Valladon/Bertrand, 4. Meier/Siebert, 5. Möller/Hazekamp, 6. Godden/Smith (a).
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