Jorge Martin (2.) musste den Champion ziehen lassen, WM-Führung bewahrt
Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin verlässt auch den Japan-GP als MotoGP-Spitzenreiter. Doch im Mobility Resort Motegi musste sich der «Martinator» einmal mehr Ikone und Ducati-Champion Marquez beugen.
Mit der Pole-Position hatte MotoGP-Leader Jorge Martin in Motegi ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Premium-Position hatte dem «Martinator» im Sprint wenig geholfen, noch in Kurve 2 schnappte Marc Marquez zu. Erinnerungen an den Misano-GP wurden wach, als der Champion früh Teamkollege und Pole-Setter Bezzecchi kassiert hatte.
Doch im GP-Rennen von Japan ließ Martin zunächst nichts anbrennen. In den ersten Runden bestimmte der Aprilia-Pilot das Tempo, mit Marquez und Bezzecchi im Schlepptau. Zehn Runden wurde Martin vom ersten WM-Verfolger studiert, dann ging es für den Champion von 2024 zurück auf Platz 2.
Zufriedengeben wollte sich Jorge Martin nicht, doch es reicht nicht, um Marc Marquez noch einmal gefährlich zu werden. Erst zog sich die Werks-Aprilia noch einmal mit der schnellsten Rennrunde heran, dann fehlte die Schlagkraft. Nach 24 Runden fehlten 1,3 Sekunden auf Sieger «MM93».
Martin, der nach 32 Rennen nur noch zwei Punkte Vorsprung hat: «Ich bin sehr glücklich – auch wenn es nicht das geworden ist, was ich wollte –, zu gewinnen. Happy bin ich, weil wir es geschafft haben, ein super Gefühl über das Wochenende aufbauen zu können, und ich damit ein sehr gutes Rennen gefahren habe. Es war eigentlich perfekt, ich habe keine Fehler gemacht – nur gewinnen konnte ich nicht.»
Sportsmann Martin nach der Zieldurchfahrt: «Gratulation an Marc zum Sieg. Ich freue mich aber über die Trophäe für Platz 2 – und darüber, dass wir ein Paket haben, mit dem ich in der Lage sein werde, in der Schlussphase der WM um den Titel zu kämpfen. Hier in Motegi hat sich bestätigt, dass wir speziell in den flüssigen Passagen sehr gut sind, in den langsamen Ecken war es nicht so gut – aber ich denke wir können Marc auch in den kommenden Rennen schlagen.»
Runde 17 der MotoGP findet in Indonesien statt und damit auf einer Piste, auf der zuletzt mit Marco Bezzecchi ein Aprilia-Pilot die schnellsten Zeiten drehte. Der Teamkollege stimmte sich auf Lombok mit Platz 3 in Motegi ein.
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