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Katar-GP: Neuer Belag – 2018 notfalls bei Tageslicht

Trotz des vielen Regens kamen die Veranstalter des Katar-GP 2017 mit einem blauen Auge davon. Jetzt muss aber eine Entwässerungsanlage gebaut werden – und ein neuer Belag wird fällig.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Schon die Katar-Tests in den Klassen MotoGP und vor allem Moto3 und Moto2 waren vom schlechten Wetter beeinträchtigt, in den zwei kleinen Klassen mussten wegen des Regens am Freitag und Sonntag einige Sessions gestrichen werden.

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Dunlop brachte dann auf sanften Druck der Dorna binnen weniger Tage Regenreifen für die Klassen Moto2 und Moto3 nach Doha.

Am GP-Wochenende vom 23. bis 26. März präsentierte sich die Wettersituation auf keinen Fall besser, am Samstag musste sogar der ganze Tag abgesagt werden, also die freien Trainings und das Qualifying für alle der Klassen. Es wurden dann die Gesamtwertungen von FP1, FP2 und FP3 als Startaufstellung herangezogen.

Das Hauptproblem auf dem Losail International Circuit: Es existiert keine Drainage, obwohl das für alle GP-Strecken Vorschrift ist. Aber in diesem Zusammenhang wurden auch in Sepang, Jerez und Misano alle Augen zugedrückt.

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Jedenfalls trocknete die Piste in Losail stundenlang nicht ab.

Besonders nach dem heftigen Regen um 1 h nachts von Freitag auf Samstag wurde die Piste bis zum Quali nie mehr richtig trocken, zumal es am Nachmittag noch einmal heftig geregnet hatte. Und es ging nicht nur um die vielen Pfützen und nassen Stellen auf der 5,5 km langen Rennstrecke, sondern auch um die tiefen Seen, die sich in den Sturzräumen gebildet hatten.

Am Sonntag hatte der GP-Zirkus Riesenglück – erst fünf Minuten nach dem Ende des MotoGP-Rennens, das wegen Regens von 21 Uhr auf 21.45 Uhr verschoben werden musste, setzte wieder starker Regen ein.

Die GP-Macher von Dorna, IRTA und FIM sowie die Teams kamen also in Katar mit einem blauen Auge davon.

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Aber jetzt muss gehandelt werden.

"Bis zum nächsten Grand Prix muss auf dem Losail Circuit eine Drainage angelegt werden", verlangt Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta. "Außerdem muss der seit 2004 existierende Asphaltbelag rundherum erneuert werden. Das wurde bereits mit den Streckenbetreibern vereinbart."

Bisher galt ein Regenrennen in Katar wegen der Flutlichtanlage und des miserablen Grips als undurchführbar. Die künstlichen Lichtquellen sorgen auf den Helmvisieren bei Wassertropfen für Blendwirkung und Verspiegelungen, vermuten die Fahrer.

Ein richtiger Praxistest wurde jedoch bisher nie gemacht.

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Das soll in Losail nachgeholt werden, sobald der neue Asphalt aufgebracht worden ist – die Piste wird dann künstlich bewässert.

"Wir werden 2018 definitiv einen Test auf nasser Piste machen", erklärte Carmelo Ezpeleta im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Meine Idee ist, dass wir beim nächstjährigen Test die Piste am letzten Tag bewässern. Es werden dann alle Fahrer auf die Piste geschickt. Ob wir das nur in der letzten Stunde des dritten Abends machen oder länger, das muss überlegt werden. Wir müssen bei diesem Test auf nasser Piste auf jeden Fall herausfinden, ob man bei Flutlicht im Nassen fahren kann. Ob wir dieses Experiment nur für die MotoGP-Klasse veranstalten oder auch für Fhrer der Moto3 und Moto2, das werden wir noch in Ruhe besprechen."

"Wenn die Fahrer dann zur Absicht kommen, das Fahren im Feld bei Flutlicht sei im Nassen zu gefährlich, dann hat der Veranstalter auch kein Problem damit, den Grand Prix am Nachmittag bei Tageslicht durchzuführen. Denn es regnet ja hier nicht den ganzen Tag", meint Ezpeleta.

Tatsächlich haben wir in Doha bisher meist kurze Regenschauer, Wolkenbrüche und Gewitter erlebt, aber keinen Dauerregen. Und bei Tageslicht kann die Piste dann bei Sonneneinwirkung sehr rasch abtrocknen, zumal am Persischen Golf im März Temperaturen um 25 und 30 Grad normalerweise an der Tagesordnung sind.

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Durch den neuen, griffigeren Belag kann vermutlich künftig in Katar auch im Nassen gefahren werden, zumindest bei Tageslicht. Das ist zumindest die Hoffnung der GP-Macher.

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