Großer Optimismus bei Francesco Bagnaia: «Brünn wie Mugello»
Ducati-Star Francesco Bagnaia reist mit viel Zuversicht zum Grand Prix von Tschechien nach Brünn. Das flüssige Layout liegt ihm, die GP25 funktioniert besser als zuletzt – doch eine Sorge bleibt.
Francesco Bagnaia reist mit Zuversicht zum neunten MotoGP-Wochenende der Saison 2026 nach Brünn. Der Ducati-Werkspilot liegt nach einem von Höhen und Tiefen geprägten ersten Teil der Saison lediglich auf dem neunten Rang der Weltmeisterschaft, sieht auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs in Tschechien jedoch die Chance auf eine Trendwende. Das flüssige Layout der 5,4 Kilometer langen Traditionsstrecke kommt dem Italiener deutlich mehr entgegen als der Stop-&-Go-Kurs im Balaton Park, wo die MotoGP vor zwei Wochen gastierte.
«Ob ich optimistisch bin? Ja, ich bin optimistisch, weil es eine Strecke ist, die ich wirklich mag – ähnlich wie Mugello. Ich glaube, dass sie mir liegen wird. Das Layout passt gut zu mir und meinem Fahrstil», erklärte Bagnaia am Donnerstag. Der zweifache MotoGP-Weltmeister setzt zudem darauf, dass ihm die aktuelle Desmosedici GP26 in Brünn stärker entgegenkommt als die ungeliebte GP25 im Vorjahr, mit der er den Grand Prix auf dem vierten Platz beendete.
«Das Motorrad von diesem Jahr unterstützt mich mehr in der Front, deshalb werde ich im Vergleich zum vergangenen Jahr konkurrenzfähiger sein. Und ich war schon letztes Jahr konkurrenzfähig. Wir müssen einfach weiter in die Richtung arbeiten, die wir eingeschlagen haben. Ich denke, dass wir an der Front gute Fortschritte machen», betonte der 29-Jährige.
Front ist besser als 2025, doch das Heck bereitet Sorgen
Trotz seiner Zuversicht gibt es weiterhin ein Problem, das Bagnaia seit Wochen beschäftigt. Vor allem das Verhalten des Hinterrads limitiert ihn nach eigener Aussage erheblich. «Ich denke, dass wir konkurrenzfähig sein können. Es ist eine gute Strecke. Das Gripniveau ist sehr hoch. Und ich hoffe wirklich, dass das Problem mit dem Hinterrad an diesem Wochenende verschwindet», sagte er.
Bagnaia schilderte, dass er das Motorrad dadurch nicht mehr so natürlich fahren könne wie gewohnt: «Das Problem ist, dass ich das Motorrad nicht so in die Kurve drücken kann, wie ich es möchte. Denn wenn ich das tue, beginnt das Hinterrad zu rutschen. Das ist momentan eine große Einschränkung für mich. Ich kann das Motorrad nicht auf natürliche Weise fahren. Ich muss über viele Dinge nachdenken, und das macht mich etwas langsamer.»
Für den Ducati-Star bleibt die Hoffnung, dass die Charakteristik der Rennstrecke in Brünn die Schwierigkeiten kaschiert. Sollte das gelingen, könnte Ex-Weltmeister Bagnaia wieder ein ernsthafter Kandidat für die Spitzenplätze sein.
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