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Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli und Teamchef Paul Denning ziehen nach dem Superbike-Meeting in Misano Bilanz. Nicht alles war gut, aber auch nicht so schlecht.
Spätestens seit dem Superbike-Meeting in Ungarn ist Andrea Locatelli bei Yamaha wieder die unangefochtene Nummer 1 im Werksteam. Der Italiener, der zu Saisonbeginn mit der R1 strauchelte, liegt mit 91 Punkten zwar nur auf dem zwölften WM-Rang, doch er hat Anschluss bis zu Álvaro Bautista (Ducati) auf Rang 8; außerdem hat Locatelli 26 Punkte mehr eingefahren als Teamkollege Xavi Vierge.
Am vergangenen Wochenende in Misano war die Rollenverteilung im Pata Maxus-Werksteam klar geregelt. Als Siebter, Achter und Siebter fuhr Locatelli in jedem Rennen das beste Yamaha-Ergebnis ein. Überschäumender Jubel? Fehlanzeige.
«Sagen wir mal, es war ein solides Wochenende mit einem guten Qualifying, einem guten Rennen 1 und zwei recht positiven Rennen am Sonntag – aber sicherlich nicht die Ergebnisse, die wir uns gewünscht haben», brummte Locatelli. «Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber wir wissen, dass es nicht einfach ist. Es war schwierig, aber ich bin stolz darauf, was ich an diesem Wochenende geschafft habe – wir haben gut daran gearbeitet, das Motorrad so abzustimmen, dass wir eine funktionierende Grundkonfiguration hatten.»
Nach einer Serie enttäuschender Rennwochenenden wurden bei Yamaha die Ansprüche heruntergeschraubt. «Näher an die Top 5 heranzukommen und letztendlich den Rückstand auf das Podium zu verkürzen, ist etwas, das wir im Auge behalten müssen. Wir werden versuchen, noch etwas mehr herauszuholen, um fortan bis zum Saisonende etwas schneller zu sein», sagte der Italiener. «Wir geben weiter Gas und schauen dann, was wir erreichen können, wenn wir nächsten Monat nach Donington Park zurückkehren.»
«Die Platzierungen in den drei Rennen sind eine gute Grundlage für den Rest der Saison», ergänzte Teamchef Paul Denning. «Wenn man den schwierigen Saisonstart berücksichtigt, war es ein positiver Neustart mit einer starken Leistung im Qualifying und drei hart umkämpften, konstanten Rennen. Und es ist definitiv noch mehr aus dem Paket, vom Team und von Loka selbst zu erwarten, wenn sein Selbstvertrauen wieder wächst.»
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