MotoGP-Ass Marc Marquez (Ducati) stürzte im Grand Prix in Austin und warf 25 Punkte weg. Nach dem Rennen sprach er über seinen Fehler und seine taktische Finte in der Startaufstellung.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Die Voraussetzungen für Marc Marquez für den Red Bull Grand Prix of the Americas waren perfekt. Er kam mit vier Siegen im Gepäck und viel Selbstvertrauen nach Austin. In den Trainingssessions war er immer der Schnellste. Im Q2 erzielte er seine achte COTA-Pole, im Sprintrennen holte er sich seinen fünften Saisonsieg. Im Grand Prix am Sonntag rechnete jeder mit einem Sieg des Ducati-Werkspiloten. Doch es kam anders.
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Vor dem Start des MotoGP-Rennens regnete es leicht und die Strecke war nass. Marc Marquez hatte wie die meisten anderen Piloten Regenreifen auf seinem Motorrad aufgezogen. Dann hörte es aber auf zu regnen und die Strecke trocknete auf. Brad Binder und Ai Ogura, die bereits Slicks auf ihren Bikes hatten, wären uneinholbar gewesen. Sekunden vor dem Start folgte dann das große Chaos – ausgelöst vom achtfachen Weltmeister. Marquez sprintete in die Box, um das Motorrad zu wechseln. Viele andere Fahrer folgten ihm und schnappten sich ebenfalls ihre Ersatzbikes, die mit Trockenreifen ausgerüstet waren. Die Folge war ein riesengroßes Durcheinander und es folgte ein Startabbruch. Normalerweise hätten Marquez und die anderen Fahrer aufgrund dieser Aktion aus der Box in die Aufwärmrunde gehen müssen und im Grand Prix eine Durchfahrtsstrafe kassiert, doch weil das halbe Feld das taktische Spielchen von Marquez mitmachte, wurde aus Sicherheitsgründen auf eine 10-minütige Verschiebung und die Quick-Restart-Procedure entschieden. "Ich kenne die Regeln und weiß, wie ich das Zeitlimit vor dem Start exakt ausnutzen kann. Ich habe meinen Mechaniker sieben Minuten vor dem Zeitlimit gefragt, ob das zweite Bike bereit sei – ich habe dann gesagt, dass ich vielleicht das Grid verlassen werde", schilderte Marquez die bewusst herbeigeführte Aktion. "Ich habe den Jungs vorhergesagt, dass mir dann wohl mindestens zehn Fahrer folgen werden und sie dann auch den Start stoppen würden, was auch passiert ist. Wir haben also alles richtig gemacht."
Mit zehn Minuten Verzögerung nahm alles seinen Lauf: Sighting Lap, Aufwärmrunde und Rennstart. Der Grand Prix wurde jedoch um eine Runde auf 19 Umläufe gekürzt. Im Gegensatz zum Sprintrennen kam MM93 dieses Mal gut weg vom Start. Während er vorne seine Runden drehte, kämpften hinter ihm sein Bruder Alex Marquez und Pecco Bagnaia um Position 2. Nach sieben Runden führte er bereits 2,2 Sekunden vor Bagnaia. Zwei Runden später dann der Schock: Marc Marquez stürzte in Kurve 4 – er fuhr über den Kerb und sein Vorderrad rutschte weg.
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Zu seinem Crash, den er völlig unbedrängt fabrizierte, sagte er: "Wir haben in der einfachsten Phase den Fehler gemacht, ich war bereits zwei Sekunden vorne. Ich habe den Kerb einfach etwas zu sehr geschnitten – es war komplett mein Fehler. Ich bin zuvor schon über den Kerb gefahren, habe es in der einen Runde dann aber übertrieben", haderte der 32-Jährige. "Ich war mit vollem Vertrauen unterwegs – außer vielleicht zum Beispiel in Kurve 12 habe ich mich sehr sicher gefühlt. Fakt ist, dass wir nun 25 Punkte verloren haben. Es ist schade für das Team. Aber das Positive ist, dass wir in der WM quasi gleichauf mit Alex sind und wir haben jetzt eine gute Atmosphäre in der Familie als Erster und Zweiter in der WM."
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Mit seiner ramponierten Ducati und ohne rechtem Fußraster nahm Marc Marquez das Rennen nach seinem Sturz wieder auf. Er fuhr dann noch einige Runden, aber nachdem er im Feld durchgereicht wurde, steuerte er die Box an und gab auf. In der WM-Tabelle liegt er nun mit 86 Punkten einen Zähler hinter seinem Bruder Alex.
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