KTM-Boss stapelt tief: «Zwei gute Quartale machen keine gesunde Firma»
Der österreichische Hersteller KTM hatte ein erfolgreiches erstes Geschäftshalbjahr 2026. Im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com verriet CEO Gottfried Neumeister, wie die Wende geschafft wurde.
Nach abgeschlossenem Sanierungsverfahren
«Wir konnten unsere loyalen Kunden behalten und das Feuer und die Begeisterung für KTM erhalten», fuhr Neumeister fort. «Das war niemals weg, sonst wäre die Restrukturierung in dieser Form nicht gelungen. Es gibt zwei wichtige Faktoren: Unsere treuen Kunden und unsere Mitarbeiter. Mattighofen ist keine Weltstadt – wenn du dort bist, dann aus einem Grund: Weil du an KTM glaubst und deinen Beitrag leistest, dass diese Marke sich mit den Besten der Welt matchen kann. Das ist eine supersolide Basis.»
Neumeister weiß: Diese Vergleiche hinken
«Wir sind aufgrund der Insolvenz sehr tief runtergefallen», hielt der Österreicher fest. «Wer das Wachstum relativieren und den Erfolg nicht sehen will, sagt natürlich, dass wir von einem niedrigen Niveau kommen. Aber selbst, wenn ich von einem niedrigen Niveau komme: Wenn ich das Marktwachstum im jeweiligen Segment übertreffe, dann ist das trotzdem etwas,
Wir haben zum ersten Mal ein Derivat aus der MotoGP.gottfried neumeister über die ktm 990 rc r
Neumeister hat aus den KTM-Fehlern der Vergangenheit gelernt und sagt deshalb: «Wir wachsen nicht um des Wachsens willen, sondern müssen profitabel sein und super Produkte bauen. Wir haben ein wahnsinnig gutes Line-up an neuen Motorrädern, wie die Duke 990R. Die 990 RC R hat mehrere Vergleichstests gewonnen, wir haben zum ersten Mal ein Derivat aus der MotoGP. Wir haben den RC-R-Cup, der sehr gut angekommen ist, in dem die Menschen mit diesem Motorrad Rennen gefahren sind. Dieses Segment war lange Zeit totgesagt, alle wollten ein Naked-Bike fahren, eine Adventure oder Heritage, aber
«In allen meinen wöchentlichen Berichten steht die Kurve von 2019 und aus dem Vorjahr drin, 2023 und 2022 sind ausgeblendet», erklärte Neumeister abschließend. «Das sind für mich keine Referenzen, da wurde nur reingepusht. Und davor waren die zwei Covid-Jahre. Ich kann dir mit einem Lächeln und Freude sagen, dass wir in allen Bereichen über der 2019er-Kurve liegen.»
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