Martin vor Rennen in Mandalika: «Bilde mir nicht ein, alles zu gewinnen»
Mit vier Podestplätzen in Serie gelang es Jorge Martin seine MotoGP-Führung auch nach Indonesien und nach Mandalika zu tragen. Bei Runde 17 spricht vieles für den Spanier und die Aprilia RS-GP.
Trotz dem erneuten MotoGP-Doppelschlag von Weltmeister Marc Marquez auf der Lenovo-Ducati beim Japan-GP war Aprilia ebenso ein Gewinner. Denn erstmals überhaupt gelang dem Projekt aus Noale in Motegi der Sprung aufs Podium. Als Martin und Bezzecchi am Sonntag beide zu Marquez auf das Podest stiegen, dann strahlten auch die Aprilia-Gesichter.
Damit gelang es immerhin, die Führung in der Fahrer-WM zu verteidigen. Jorge Martin, der die Station in Indonesien 2025 wieder einmal verletzungsbedingt auslassen musste (aber 2024 gewann), will die WM-Tabelle auch weiterhin als Nebenschauplatz betrachten.
Martin im Rahmen der Auftaktpressekonferenz auf der Strandrennstrecke von Mandalika: «Mein Gefühl zum jetzigen Zeitpunkt ist das beste der Saison – auch wegen der Ergebnisse, aber noch viel mehr wegen dem guten Gefühl, das sich nach vielen Runden und all dem, was wir gelernt haben, da ist. Ich wurde zuletzt immer schneller.»
Das zeigte Jorge Martin nicht erst in Japan mit der Pole-Position. Beim Österreich-GP Ende blühte Martin förmlich auf. Auch hier stand die Nummer 89 zweimal auf dem Podest und verschaffte sich Luft auf Marquez. So der Plan auch in Indonesien.
Angesprochen auf die vermeintlich überlegene Aprilia auf dem Kurs, direkt am Strand von Lombok: «Du weißt nie, was in der MotoGP passiert. Es gibt die Erinnerungen an 2025, als Marco als Fahrer den Unterschied machen konnte – aber das auch mit einem Bike, das sehr gut funktioniert hat. Das gibt ein gutes Gefühl, aber die Realität kann genauso gut eine andere sein. Es geht darum, möglichst viele Punkte zu holen. Erwartungen habe ich keine, denn ich bilde mir nicht ein alles zu gewinnen. Es wird wie immer harte Arbeit, besonders mit Marc und Marco.»
Auch WM-Leader Jorge Martin kommentierte die für 2027 beschlossenen Formatänderungen, die neben einem Sprint-Qualifying auch die Abschaffung der Warm-up-Session bedeuten: «Das wird intensiv, es sind schon große Änderungen. Mit mehr Attacken gibt es auch mehr Risiko, aber auch mehr Spannung – wir müssen uns darauf einstellen. Sehr gut finde ich, dass es kein Warm-up mehr geben wird – ich mag es schon jetzt nicht.»
Die Ausgangslage des «Martinators» ist schnell beschrieben. Mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf Marc Marquez brennt der WM-Kampf auf höchster Stufe. Eine Nullnummer könnte sich mit dem Beginn der Schlussphase vorentscheidend auswirken.
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