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Franco Morbidelli geht: Eine MotoGP-Karriere, die Fragen aufwirft

Franco Morbidelli wechselt 2027 von der MotoGP ins Ducati-Werksteam der Superbike-WM. Bei Aruba folgt er auf Weltmeister Nicolo Bulega. Seine Bilanz in der Königsklasse fällt gemischt aus.

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Nach neun MotoGP-Saisons wechselt Franco Morbidelli 2027 in die Superbike-WM. Ducati bestätigte den Italiener für das Aruba-Werksteam, in dem er neben Iker Lecuona antreten wird. Morbidelli übernimmt die Panigale V4R des frisch gekürten Weltmeisters Nicolo Bulega und erhält damit eine der aussichtsreichsten Möglichkeiten für einen sportlichen Neustart.

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Für den Römer ist es zugleich eine Rückkehr in ein bekanntes Umfeld: 2013 gewann Morbidelli im Superbike-Paddock den Titel in der Superstock-600-Europameisterschaft. Anschließend führte sein Weg über die Moto2-WM, deren Titel er 2017 gewann, in die MotoGP.

Moto2-Titel, MotoGP-Siege und -Vizetitel – doch danach bekam die Karriere Risse

Dort debütierte er 2018 auf Honda und wurde bester Neuling. Mit dem Wechsel zu Petronas-Yamaha folgte seine erfolgreichste Phase. In der chaotischen Corona-Saison 2020 gewann Morbidelli mit einer eigentlich unterlegenen Vorjahres-Yamaha drei Grands Prix und beendete die Meisterschaft als Vizeweltmeister. Morbidelli galt als einer der kommenden MotoGP-Champions. Doch rückblickend war 2020 die Saison, in der er sein Potenzial auf höchstem Niveau am deutlichsten zeigte.

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Diesen Erfolg konnte er in den folgenden Jahren nicht wiederholen. Nach dem spontanen Wechsel ins Yamaha-Werksteam erlebte Morbidelli eine schwierige Zeit. Eine komplizierte Knieverletzung warf Morbidelli zurück und vereitelte bessere Resultate mit der Werks-M1.

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Auch der Wechsel zu Ducati brachte keine Rückkehr zu regelmäßigen Siegen. Erneut musste Morbidelli einen Rückschlag verkraften: Bei der Saisonvorbereitung 2024 in Portimao stürzte er schwer mit dem Superbike und verpasste die Tests. Seit 2024 fährt Morbidelli die Desmosedici, zunächst bei Pramac und seit 2025 für VR46. Seine MotoGP-Karriere bleibt damit von einer herausragenden Saison und mehreren Jahren geprägt, in denen er die damaligen Erwartungen nicht dauerhaft erfüllen konnte. Es blieb die Frage, wie gut der Rossi-Schützling tatsächlich ist und welche Rolle die Verletzungen spielten.

Keine Kompromisse beim Neustart: Bestes Bike und bestes Team

Bei Aruba-Ducati bekommt Morbidelli nun die Chance, wieder regelmäßig um Siege und einen WM-Titel zu kämpfen. «Ich bin sehr glücklich und freue mich auf dieses neue Kapitel meiner Karriere. Ich danke Ducati und Aruba für diese Gelegenheit. Wie immer werde ich mein Bestes geben, um einem Team gerecht zu werden, das seit Jahren an der Spitze kämpft und gerade die Superbike-Weltmeisterschaft gewonnen hat. Ich werde alles daransetzen, dass wir gemeinsam großartige Ergebnisse erzielen», erklärte er.

Für Teamchef Stefano Cecconi zählt neben Morbidellis MotoGP-Erfahrung besonders dessen Vertrautheit mit den Michelin-Reifen, die 2027 in der Superbike-WM eingeführt werden.

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«Wir heißen Franco mit großer Begeisterung willkommen und sind überzeugt, dass er uns viel Freude bereiten wird. Die Saison 2027 bringt mehrere Neuerungen mit sich und wird für den Fahrer und das Team eine wichtige Herausforderung. Doch ambitionierte Ziele zu setzen, gehört zu unserer DNA», betonte Cecconi.

«Franco bringt wertvolle Erfahrung aus vielen Jahren in der MotoGP mit Spitzenteams mit. Das ist auch angesichts der Einführung der neuen Reifen wichtig, die er sehr gut kennt und zu denen er uns wertvolle Rückmeldungen geben kann. Obwohl er die Kategorie wechselt, bleibt er zudem auf einer Ducati. Das gewährleistet Kontinuität bei seiner Arbeitsweise und seinem technischen Ansatz. Wir können es kaum erwarten, dieses neue Abenteuer zu beginnen und unsere Arbeit und unsere Ziele mit Franco zu teilen.»

Auch Ducati-Corse-Chef Luigi Dall’Igna sieht in Morbidelli eine Verstärkung für das Superbike-Projekt. «Wir freuen uns sehr, Franco in der Familie von Aruba.it Racing – Ducati willkommen zu heißen. Franco ist ein sehr talentierter Fahrer, der im Laufe seiner Karriere Geschwindigkeit, technisches Gespür und Anpassungsfähigkeit auf höchstem Niveau im Motorradrennsport gezeigt hat. Nach vielen Jahren in der MotoGP bringt er äußerst wertvolle Erfahrung in unser Superbike-Projekt ein.»

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«Wir sind überzeugt, dass ihm seine genaue Kenntnis des Ducati-Umfelds und unserer Arbeitsweise beim Wechsel helfen wird. Diesen Aspekt halten wir angesichts der neuen technischen Herausforderungen 2027 für besonders wichtig. Gemeinsam mit Aruba.it Racing haben wir über die Jahre ein erfolgreiches Projekt aufgebaut. Wir glauben, dass Franco alle Voraussetzungen mitbringt, um es an der Spitze zu halten. Wir können es kaum erwarten, diesen neuen Weg gemeinsam zu beginnen.»

Die Voraussetzungen für Morbidellis Neustart sind damit vielversprechend. Zugleich übernimmt er den Platz eines Weltmeisters in einem Team, das Siege erwartet. Nach wechselhaften MotoGP-Jahren wird sich der Italiener daran messen lassen müssen, ob er diese Chance nutzen kann.

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