Aprilia musste Sprit sparen: Fernandez wies Acosta dennoch in die Schranken
Nach Platz 8 im MotoGP-Sprint gewann Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) im Japan-GP das packende Duell um Rang 5 gegen Ai Ogura und Pedro Acosta. Gegen Rennende musste er seine Strategie anpassen.
Im Sprint am Samstag hatte es für Raul Fernandez nur zu Platz 8 gereicht. Auch im langen Rennen begann es zäh: In der Startphase setzte ihm Teamkollege Ai Ogura zu. Als dann Enea Bastianini (Tech3 KTM) an Pedro Acosta (KTM) vorbeiging, nutzte Fernandez die Lücke und überrumpelte den Spielberg-Sieger ebenfalls.
Danach etablierte sich Fernandez auf Platz 5, konnte das Tempo von Bastianini aber nicht mitgehen. Ab Rennmitte entbrannte ein Dreikampf mit Trackhouse-Teamkollege Ogura sowie KTM-Ass Acosta. Als Acosta den Japaner per Blockpass überholt hatte, konterte Fernandez in Kurve 9 auf dieselbe Weise, zeitweise fuhren die drei nebeneinander. Fernandez behielt die Nerven und rettete Rang 5 vor Ogura und Acosta ins Ziel.
«Es ist das erste Mal, dass ich mich auf einer Stop-and-go-Strecke wirklich wohlfühlte», freute sich Fernandez über seine Konkurrenzfähigkeit. Ganz ans Limit gehen konnte er bis zum Schluss nicht: «In den letzten vier, fünf Runden mussten wir mit dem Sprit haushalten, weil wir einen hohen Verbrauch hatten.» Der Tankinhalt reichte bis zum Ziel, dort kam er 14,8 sec
Lob für den harten Hinterreifen
Vom harten Hinterreifen war der 25-Jährige positiv überrascht. «Die Performance des Reifens war gut, das habe ich nicht erwartet», lautete das Urteil über Einheitsausrüster Michelin. Den Schlüssel im Dreikampf mit Acosta und Ogura ortete Fernandez im Kopf: «Pedro und Ai bremsen sehr hart. Ich versuchte fokussiert zu bleiben, nicht zu viel nachzudenken und meine Rundenzeit zu verbessern», erklärte der Madrilene seine Strategie. Dass der Kampf bis zur letzten Runde offenblieb, lag laut Fernandez an den kühlen Temperaturen: Mit dem Vorderreifen habe er keine Probleme gehabt.
In der WM-Tabelle bleibt Fernandez mit 216 Punkten Siebter. Auf den Sechsten Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati), der im Grand Prix an den Folgen seines Sprint-Crashs litt und als 18. leer ausging, fehlen ihm nur noch 14 Zähler.
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