Vinales-Comeback in Barcelona – findet er zurück zu früherer Form?
In Barcelona kehrt Maverick Vinales ins MotoGP-Fahrerlager zurück. Der KTM-Pilot plagt sich seit fast einem Jahr mit einer Schulterverletzung ab. «Top Gun» geht ohne Erwartungen ins Wochenende.
Über zehn Monate. So lange kämpft Maverick Vinales bereits mit den Folgen seines Sturzes auf dem Sachsenring, der ihn im Juli 2025 aus der Bahn warf. Die schwere Schulterverletzung, mehrere gescheiterte Comeback-Versuche, zuletzt eine verschobene Schraube, die operativ entfernt werden musste – die Leidensgeschichte des Spaniers zog sich durch eine Saison in die nächste hinein. Die Grands Prix in Jerez und Le Mans musste er auslassen, in Frankreich vertrat ihn Jonas Folger im Tech3-Team. In der WM-Wertung steht Vinales als einziger Stammfahrer ohne einen einzigen Punkt da.
In Barcelona wagt Vinales nun das Comeback, das er forcierte: «Ich habe darauf gedrängt, hier zurückzukommen. In Mugello zurückzukehren wäre eine Katastrophe gewesen. Montmeló ist ein sanfter Wiedereinstieg – und wir werden sehen, wie die Schulter reagiert.» Große Sorgen macht er sich nicht: «Ich denke, ich werde die Kraft finden. Ich weiß nicht, wie konkurrenzfähig ich am Freitag oder Samstag sein werde. Was ich weiß, ist, dass ich von Tag zu Tag besser werde.»
Drei Wochen im Red Bull Athlete Performance Center – Zusammenarbeit mit Lorenzo pausiert
Die letzten drei Wochen verbrachte Vinales im Red Bull Athlete Performance Center (APC) in Thalgau, wo er gezielt an der Regeneration arbeitete. «Die Kraft kommt schnell zurück», ist er zuversichtlich. Probleme bereitet noch ein Muskel, der während der Operation getrennt werden musste, um die Schraube zu entfernen. Auf dem Supermoto-Bike habe er erste Fahrversuche unternommen: «Früher hatte ich immer das Gefühl, dass mich etwas einschränkt. Jetzt fühle ich mich normal.»
Ein weiteres Kapitel, das auf Eis gelegt ist: die Kooperation mit Jorge Lorenz als persönlichem Coach. «Ich muss vollkommen fit sein, um von Jorge profitieren zu können», erklärte Vinales. «Wir befinden uns in einer anderen Situation als geplant. Erst wenn ich wieder bei 100 Prozent bin, kann ich die Zusammenarbeit so nutzen, wie sie gedacht war.»
Und 2027? Warten auf KTM
Die Vertragsfrage bleibt offen. Vinales hat noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison mit einer Option auf Verlängerung. «Unser gemeinsames Ziel ist es zu sehen, ob ich mich komplett erholen kann», antwortete Vinales auf seine Zukunft mit KTM angesprochen. Gerüchten, wonach KTM 2027 womöglich weniger Plätze zu vergeben hat, begegnete er mit einem knappen «Ich hoffe nicht – es ist eine Marke, die ich liebe.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach