Oliveira zu MotoGP-Rakete vs. Superbike: «Kann man nicht vergleichen!»
Sieben Jahre fuhr Miguel Oliveira in der MotoGP. 2026 wechselte er in die Superbike-WM zu BMW. Was der 17-fache Grand-Prix-Sieger zu den Unterschieden von MotoGP-Prototyp und Superbike sagt.
Nach 15 Jahren im GP-Paddock wechselte Miguel Oliveira 2026 in die Superbike-WM. Der 31-Jährige fährt in der seriennahen Weltmeisterschaft eine BMW M1000RR. Mit dem deutschen Motorrad wurde Toprak Razgatlioglu 2024 und 2025 Weltmeister.
Oliveira war von 2019 bis 2025 in der MotoGP und fuhr dort Motorräder von KTM, Aprilia und Yamaha. In diesem Jahr musste er sich auf das Superbike umstellen. Was macht ihm mehr Spaß – die MotoGP-Maschine oder das Superbike? «Das kommt darauf an. Wenn du auf beiden schnell bist, dann machen beide sehr viel Spaß», betonte Oliveira. «Es gibt da keine eindeutige Präferenz, denn das Superbike ist ebenfalls ein Motorrad, das viel Spaß macht. Sie sind aber so unterschiedlich – man kann sie nicht miteinander vergleichen.»
Die MotoGP-Raketen sind Prototypen – mit rund 300 PS, einer ausgeklügelten Aerodynamik und vollgepackt mit Elektronik. Superbikes hingegen sind modifizierte Serienmotorräder. Auch sie verfügen über eine ausgefeilte Elektronik. Die Aerodynamik ist jedoch sehr einfach gehalten und die Motorleistung beträgt rund 250 PS. Während in der Superbike-WM Stahlbremsscheiben verbaut sind, setzt man in der MotoGP auf Carbon. Übrigens:
Mehr Bewegungen im Superbike
Ein MotoGP-Bike ist zudem viel steifer als ein Superbike, bei dem viel mehr Bewegungen spürbar sind. «Die Bewegungen kommen mehr von den Reifen. Aber es stimmt, dass das Superbike sich etwas mehr bewegt. Im Gegensatz zum MotoGP-Bike benötigt es einen anderen Ansatz», erklärte Oliveira.
2027 werden sich in der MotoGP viele Dinge ändern – dann tritt das neue Regelwerk in Kraft. Neben einer Hubraumreduzierung von 1000 auf 850 ccm fallen jegliche Systeme zur Fahrwerkshöhenverstellung (Devices) weg. Dazu kommt eine vereinfachte Aerodynamik. Die vielleicht größte Veränderung wird der Wechsel bei den Reifen von Michelin auf Pirelli sein. In der Superbike-WM ist es umgekehrt – dort wird 2027 von Pirelli auf Michelin gewechselt.
Michelin übernimmt in der Superbike-WM beim ersten Vorbereitungstest für die Saison 2027, der unmittelbar nach dem Saisonfinale am 22. und 23. Oktober in Jerez stattfinden wird. Anfang Juni 2026 hatten die Superbike-Asse im MotorLand Aragon die Gelegenheit, die französischen Reifen zu testen. Miguel Oliveira fehlte dort verletzungsbedingt. «Ich habe die Michelin-Reifen bislang noch nicht getestet – es gab für mich noch keine Gelegenheit dazu. Es wird aber mit Sicherheit sehr unterschiedlich sein», meinte er.
Diese Gelegenheit wird Oliveira am 9. und 10. September haben, wenn der französiche Hersteller auf dem
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