MotoGP-Funk wird weiterentwickelt: Pedro Acosta lobt neue Ohrstöpsel
Die MotoGP entwickelt ihr geplantes Funksystem weiter. KTM-Star Pedro Acosta testete dafür neue Ohrstöpsel und zeigt sich mit deren Tragekomfort zufrieden.
Die MotoGP treibt die Entwicklung eines Funksystems für die Fahrer weiter voran. Zunächst soll die Technik dazu dienen, sicherheitsrelevante Nachrichten der Rennleitung direkt ins Ohr der Piloten zu übertragen. Langfristig ist eine Kommunikation in beide Richtungen denkbar – ähnlich wie sie aus der Formel 1 zwischen Fahrer und Box bekannt ist.
Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung ist der Tragekomfort. Pedro Acosta testete beim Sachsenring-GP und anschließend in Silverstone eine überarbeitete Version der dafür vorgesehenen Ohrstöpsel. Im Rahmen des zurückliegenden Rennwochenendes in Großbritannien berichtete der Red Bull KTM-Pilot von deutlichen Fortschritten.
Erster Schritt: Verbesserter Tragekomfort
«Das sind die Ohrstöpsel, die Dorna für das Audiosystem verwenden möchte. Aber es war sozusagen der erste Test», erklärte Acosta. «Ich bin bei Ohrstöpseln sehr feinfühlig, aber sie haben einen guten Kompromiss gefunden. Damit bin ich ziemlich zufrieden.»
Der Spanier greift normalerweise auf klassische Schaumstoff-Ohrstöpsel von 3M zurück, die er bereits seit seinem 16. Lebensjahr verwendet. Bei der neuen Konstruktion gelang es den Entwicklern offenbar, diese mit einer individuell angepassten Form zu kombinieren.
«Sie haben einen Weg gefunden, die Ohrstöpsel, die ich mag, mit einer neuen, individuell angepassten Form zu kombinieren», schilderte Acosta. Für ihn steht dabei zunächst weniger die Funktionalität des Funksystems als vielmehr dessen Alltagstauglichkeit im Vordergrund: «Ich weiß nicht, wie sie die Audio-Sache weiterentwickeln werden, aber das Mindeste ist, dass es bequem sein muss.»
Positives Signal: Acosta nutzt freiwillig die neuen Ohrstöpsel
Denn genau daran mangelte es bei vorherigen Versuchen. «Die anderen, die wir zuvor ausprobiert haben, waren nicht okay», betonte der KTM-Werksfahrer im Rahmen des Silverstone-GP. Mit der jüngsten Ausführung ist Acosta hingegen so zufrieden, dass er sie bei den beiden zurückliegenden Grands Prix freiwillig verwendete. «Ich habe sie auf dem Sachsenring und hier getragen. Aber ich trage sie, weil ich sie bequem finde. Wenn das nicht so wäre, wäre ich wieder zu den normalen zurückgekehrt.»
Wann ein Funksystem in der MotoGP tatsächlich zum Einsatz kommen könnte, ist weiterhin offen. Einen Termin für die Einführung gibt es bislang nicht. Mit der überarbeiteten Konstruktion der Ohrstöpsel wurde zumindest beim Tragekomfort ein Fortschritt erzielt.
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