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Pecco Bagnaia verzweifelt: Seine große Stärke ist weg

Der zweifache MotoGP-Weltmeister Pecco Bagnaia hadert mit seinem Glück, seiner Ducati und sich selbst. «Jeder überholt mich auf der Bremse, früher war ich einer der Stärksten», klagte er nach Platz 4 im Brünn-GP.

Ivo Schützbach
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Auf Pole-Position stand Pecco Bagnaia in Brünn, weil sein Ducati-Lenovo-Teamkollege Marc Marquez im Qualifying kurz vor Schluss stürzte – ansonsten wäre der Spanier mit großem Vorsprung Bestzeit gefahren.

Im Sprint am Samstag wurde der zweifache Weltmeister von der Elektronik in die Irre geführt: Sie hatte ihm eine Nachricht aufs Dashboard geschickt, dass er mit zu niedrigem Druck im Vorderreifen unterwegs sei, was gar nicht stimmte. Bagnaia verlangsamte, fiel bis auf Rang 7 zurück und war anschließend stinksauer.

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Es ist zunehmend spürbar, wie sehr ihm die herausragenden Leistungen von Marc Marquez nahe gehen. Noch schlimmer ist für Pecco aber, dass er nicht sein gesamtes Potenzial abrufen kann, weil sein Gefühl für die Ducati GP25 nicht ideal ist. Und dann gesellt sich auch noch Pech dazu.

Platz 4 im Grand Prix am Sonntag war eine gute Leistung – aber eben nicht mehr. Mit fast 4 sec Rückstand auf Marc Marquez kam Bagnaia ins Ziel, Marco Bezzecchi (Aprilia) und Pedro Acosta (Red Bull KTM) waren auch schneller und raubten ihm den Podestplatz.

In der Weltmeisterschaft ist der 28-Jährige mit 213 Punkten weiterhin Dritter, obwohl sein Widersacher Alex Marquez (261) in Tschechien nach einem Katastrophenwochenende leer ausging.

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"Im letzten Teil des Rennens war ich in der Lage schnell zu fahren, das war die einzige Verbesserung", bemerkte Bagnaia. "In der Vergangenheit war ich einer jener Fahrer, die am schwierigsten zu überholen waren, einer der Stärksten auf der Bremse. Jetzt bin ich in diesem Bereich sehr langsam, alle anderen sind besser als ich. Jeder überholt mich auf der Bremse, als wäre das einfach. Wir müssen so schnell wie möglich verstehen, weshalb das so ist. Ich gebe auf der Bremse immer alles, weil ich weiß, dass meine Leistung davon abhängt. Aber es ist schwierig, dass wir uns in diesem Bereich verbessern, weil wir seit dem ersten Rennen nichts verändert haben."

"Am Samstag hatte ich eine Chance, am Sonntag ebenfalls, in Assen und Mugello auch, aber ich war nie schnell genug, um vornewegfahren zu können", stellte Pecco konsterniert fest. "Letztes Jahr konnte ich extrem hart Bremsen und dabei sliden. Jetzt blockiert mir ständig das Vorderrad und das Bike verwindet sich. Ich kann nicht so bremsen, wie ich das möchte. Ich muss sehr präzise bremsen und kann mir keine Rutscher erlauben, weil mir das Hinterrad nicht hilft. Es ist schwierig, dass das Bremsen mit dem gleichen Motorrad auf einmal so anders ist. Das sind Dinge, die wir versuchen in den Griff zu bekommen. Ich bin in Schwierigkeiten von dem Moment, an dem ich das Bremsmanöver einleite, bis ich die Bremse wieder loslasse. Wir haben gegenüber dem Vorjahr etwas verloren und die anderen haben sich verbessert."

Während Marc Marquez im zwölften Grand Prix des Jahres zum achten Mal gewann, zum fünften Mal in Folge, jammerte Bagnaia. Und der WM-Fünfte Fabio Di Giannantonio stürzte mit der dritten Ducati GP25 im Feld gar ins Bodenlose und wurde Drittletzter.

"Marc machte mit unserem Motorrad einen Riesenunterschied aus", hielt Bagnaia fest. "Diese Strecke war für uns schwierig zu fahren, ich versuchte, näher an ihm dran zu sein. Zum ersten Mal war unser Bike nicht das Stärkste – es war Marc."

Ergebnisse MotoGP Brünn, Rennen (20. Juli):

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1. Marc Márquez (E), Ducati, 21 Runden in 40:04,628 min

2. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +1,753 sec

3. Pedro Acosta (E), KTM, +3,366

4. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +3,879

5. Raúl Fernández (E), Aprilia, +10,045

6. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +11,039

7. Jorge Martin (E), Aprilia, +15,820

8. Brad Binder (ZA), KTM, +17,371

9. Pol Espargaró (E), KTM, +10,163

10. Jack Miller (AUS), Yamaha, +18,669

11. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +19,781*

12. Luca Marini (I), Honda, +20,778

13. Johann Zarco (F), Honda, +20,961

14. Ai Ogura (J), Aprilia, +21,904

15. Alex Rins (E), Yamaha, +22,563

16. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +24,729

17. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +27,640

18. Augusto Fernández (E), Yamaha, +28,310

– Enea Bastianini (I), KTM, 15 Runden zurück

– Joan Mir (E), Honda, 19 Runden zurück

– Alex Márquez (E), Ducati, 19 Runden zurück

*3 Sekunden Strafe, weil die Long-Lap-Strafe nicht korrekt absolviert wurde

Ergebnisse MotoGP Brünn, Sprint (19. Juli):

1. Marc Márquez (E), Ducati, 10 Runden in 19:05,883 min

2. Pedro Acosta (E), KTM, +0,798 sec

3. Enea Bastianini (I), KTM, +1,324

4. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +1,409

5. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +2,292

6. Raúl Fernández (E), Aprilia, +3,358

7. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +3,648

8. Johann Zarco (F), Honda, +3,920

9. Pol Espargaró (E), KTM, +4,748

10. Brad Binder (ZA), KTM, +5,902

11. Jorge Martin (E), Aprilia, +6,000

12. Jack Miller (AUS), Yamaha, +6,379

13. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +7,081

14. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +7,612

15. Luca Marini (I), Honda, +8,681

16. Ai Ogura (J), Aprilia, +8,992

17. Alex Márquez (E), Ducati, +9,404

18. Alex Rins (E), Yamaha, +9,871

19. Joan Mir (E), Honda, +11,487

– Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, 5 Runden zurück

– Takaaki Nakagami (J), Honda, 9 Runden zurück

– Augusto Fernández (E), Yamaha, 9 Runden zurück

WM-Stand nach 24 von 44 Rennen:

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1. M. Marquez, 381 Punkte. 2. A. Marquez 261. 3. Bagnaia 213. 4. Bezzecchi 156. 5. Di Giannantonio 142. 6. Morbidelli 139. 7. Acosta 124. 8. Zarco 109. 9. Quartararo 102. 10. Aldeguer 97. 11. Vinales 69. 12. Binder 68. 13. R. Fernandez 66. 14. Miller 52. 15. Marini 52. 16. Ogura 51. 17. Bastianini 49. 18. Rins 42. 19. Mir 32. 20. Nakagami 10. 21. Martin 9. 22. Savadori 8. 23. P. Espargaro 8. 24. A. Fernandez 6. 25. Oliveira 6. 26. Chantra 1. 27. A. Espargaro 0.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 430 Punkte. 2. Aprilia 187. 3. KTM 175. 4. Honda 147. 5. Yamaha 133.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team, 594 Punkte. 2. BK8 Gresini Racing 358. 3. Pertamina Enduro VR46 Racing 281. 4. Red Bull KTM Factory Racing 192. 5. Aprilia Racing 173. 6. Monster Energy Yamaha 144. 7. Red Bull KTM Tech3 Racing 126. 8. Trackhouse MotoGP Team 117. 9. LCR Honda 110. 10. Honda HRC Castrol Team 84. 11. Prima Pramac Yamaha Racing 61.

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