Yamaha-Pilot Fabio Quartararo nach Platz 12 in Motegi: «Wir waren dumm!»
Fabio Quartararo durfte im MotoGP-Rennen in Motegi nicht Vollgas geben – seine Yamaha M1 verbrauchte wieder einmal zu viel Sprit. Wie es ihm mit dem «Spezial-Reifen» von Michelin ergangen ist.
Fabio Quartararo hatte in Motegi eigentlich ein ganz normales Wochenende, das dem derzeitigen Potenzial der Yamaha M1 entspricht. Da das japanische Motorrad laut dem Franzosen auf eine schnelle Runde ganz ordentlich funktionieren würde, schaffte er es am Freitag direkt ins Q2. In der Qualifying-Session am Samstag reichte es dann immerhin für Startplatz 12.
Im MotoGP-Sprint profitierte Quartararo auch vom Crash von Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Pedro Acosta. Er beendete das Rennen über zwölf Runden auf dem 9. Platz. Im Grand Prix am Sonntag wurde er Zwölfter und erneut bester Yamaha-Pilot. Es wäre aber mehr drin gewesen, wenn ihn nicht ein altes Problem eingebremst hätte.
«Es war schwierig, weil ich ab Runde 7 ein Problem mit dem Treibstoffverbrauch hatte», haderte der MotoGP-Weltmeister von 2021. «Ich hätte viel schneller fahren können, musste aber leider achtsam mit dem Gas umgehen. In den Kurven 2 und 3 fuhr ich mit 70 Prozent Gas, auch auf den Geraden waren es 70 Prozent. Aber ich bin mit meiner fahrerischen Leistung zufrieden – das ist das Wichtigste.»
«Ich hatte nicht damit gerechnet, dieses Problem zu haben – vor allem zu Beginn, als ich im Windschatten von Binder war», führte Quartararo weiter aus. «Ich war nicht so weit weg. Und es war wirklich noch sehr, sehr früh im Rennen. Selbst im Windschatten musste ich Gas wegnehmen, wodurch ich an Tempo verlor. Ohne Windschatten war es sogar noch schlimmer.»
Yamaha M1: Weniger Leistung bei höherem Spritverbrauch
Der Yamaha-Motor hat im Vergleich zur Konkurrenz nicht nur weniger Leistung, sondern auch einen erhöhten Spritverbrauch. Dass die M1 relativ viel schluckt, ist nichts Neues, Quartararo hat schon mehrmals diese Erfahrung gemacht –
Quartararo ist zudem davon überzeugt, dass man den Reifen mit der härteren Karkasse und der weichen Gummi-Mischung, den Michelin nach Motegi mitgebracht hatte, schon viel früher am Rennwochenende verwenden hätte sollen. «Um ehrlich zu sein, waren wir ein bisschen dumm, diesen Reifen nicht schon früher in Betracht gezogen zu haben. Ich glaube, dass er für die Zeitenjagd insbesondere für uns besser gewesen wäre. Das Motorrad hat am Samstag bei der Zeitenjagd beim Ausgang aus einigen Kurven gepumpt, mit dieser Karkasse hat das Bike viel weniger gepumpt. Ich denke, wir hätten etwas mehr Leistung nutzen können. Es war schon komisch, denn niemand hat ihn benutzt und am Ende war es der beste Reifen – also war es ein bisschen verrückt.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




