Razgatlioglu nach Brasilien-Pleite ernüchtert: «Beinahe wieder Letzter»
Toprak Razgatlioglu bleibt auch in Brasilien ohne Punkte. Der Pramac-Yamaha-Pilot kämpft mit mangelndem Grip, rutscht im Feld zurück und beendet das Rennen nur als Vorletzter.
Von Startplatz 12 ins Rennen gegangen, wurde Toprak Razgatlioglu beim MotoGP-Gastspiel in Brasilien rasch durchgereicht. Bereits nach vier Runden fiel der Pramac-Yamaha-Pilot aus den Punkterängen, am Ende kam er nach der auf 23 Runden verkürzten Distanz nur als 17. und Vorletzter ins Ziel. Der Rückstand betrug deutliche 30,3 Sekunden – damit wartet der Türke weiterhin auf seine ersten WM-Zähler.
Dabei sah Razgatlioglu im Vergleich zum Vortag durchaus Fortschritte, auch wenn das Ergebnis erneut ernüchternd ausfiel. Der Start war deutlich besser als im Sprint. Dieses Mal kam Pramac-Teamkollege Jack Miller nicht vom Fleck und wunderte sich über das Verhalten der Yamaha-Elektronik, die plötzlich die Leistung stark limitierte.
Razgatlioglu beklagt eine große Schwäche
Razgatlioglus Start hingegen war normal, er hielt seine Position. «Das Rennen heute war besser als das gestern. Doch der Grip am Hinterrad ist seltsam. Die anderen Hersteller haben mehr Grip als die Yamaha. Wir haben versucht, es zu verbessern. Doch sobald ich ans Gas ging, verlor ich sehr viel Zeit. Ich hatte starken Schlupf und konnte nicht gut beschleunigen.»
Vor allem im direkten Vergleich mit der Konkurrenz offenbarte sich das Defizit deutlich, aber auch Yamaha-Markenkollege Fabio Quartararo kam besser aus den Kurven. «Als ich hinter Fabio fuhr, war ich in beinahe allen Kurven richtig gut. In einigen Kurven konnte ich ihn sogar einholen. Doch sobald wir ans Gas gingen, hatte er immer einen großen Vorteil. Vielleicht hat er seinen Reifen besser benutzt oder hatte ein besseres Setup. Er beschleunigte immer sehr gut. In Kurve 12 und in der letzten Kurve konnte er sich absetzen», schilderte Razgatlioglu.
Ein eigener Fehler kostete den Anschluss an die Gruppe vor ihm: «Dann machte ich in Kurve 1 einen Fehler, kam von der Linie ab und verlor den Anschluss. Dann hatte ich keine Referenz mehr und fuhr für mich. Ich bin nicht zufrieden, weil ich beinahe wieder Letzter geworden bin.»
Immerhin konnte der Yamaha-Pilot einen kleinen Fortschritt verbuchen: «Wir haben bei der Motorbremse etwas gelernt. Beim Bremsen bin ich jetzt zufriedener.»
Neben den technischen Problemen sorgten auch die äußeren Bedingungen für Herausforderungen. Der sich lösende Asphalt und herumfliegende Steine beschäftigten das gesamte Feld: «Das war nicht nur für mich ein großes Problem sondern für alle. Wir fuhren alle bei gleichen Bedingungen. Mir flog ein Stein in den Stiefel», berichtete der türkische MotoGP-Neuling nach dem Grand Prix in Goiania.
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