Rennen 2 in Le Mans: Spanier triumphieren, Fynn Kratochwil auf Platz 12!
Entgegen den Vorhersagen erlebten die Youngster des Red-Bull-Rookies-Cups ein trockenes zweites Rennen. In einem engen Finale siegte Gonzales vor Bujosa. Cup-Leader wurde Achter, Kratochwil guter 12.
Höchste Spannung vor dem zweiten Rennen der Red-Bull-Rookies auf dem Circuit Bugatti – denn wie angekündigt war der blaue Himmel verschwunden und dichte Wolken hingen über der legendären Anlage im Nordwesten Frankreichs. Doch als sich das Feld der 26-Cup-Piloten auf den Weg in die Aufwärmrunde machte, war es noch trocken. Doch würde es über die Distanz von 15 Runden stabil bleiben?
Vom Start weg übernahm der Favorit wieder das Kommando, Benat Fernandez. Der Spanier, Tabellenführer und Laufsieger am Samstag, konnte von der Pole-Position erneut die Spitze übernehmen. Hinter dem bislang bestimmenden Piloten der Serie, die nun in der 20. Saison Talente fördert, stritten der Spanier Bujosa mit dem Briten Sullivan Mounsey um die Verfolger. Doch für den Briten ging es schnell retour – Daniel, Pugliese und der Thailänder Signghapong drängten vorbei.
Gut gestartet war auch der am Samstag vom Technik-Pech heimgesuchte deutsche Hoffnungsträger Fynn Kratochwil. Der Youngster mit der Nummer 20 kam auf P15 aus der ersten Runde zurück. Drei Runden später wurde der Thüringer schon auf Platz 13 geführt, während an der Spitze mit David Gonzales ein dritter schneller Spanier die Führungsarbeit übernommen hatte.
Absetzen konnte sich zunächst kein Pilot. Die ersten 20 Piloten umrundeten den Circuit auf der noch immer trockenen Piste Rad an Rad. Benat Fernandez fiel nach einem Fahrfehler in Runde 7 bis auf Position 9 ab, fuhr aber weiterhin nur eine Sekunde hinter dem spanischen Führungsduo Gonzales und Bujosa. Auf Rang 3 Italiener Giulio Pugliese.
Zur Halbzeit, gelbe Flagge. Der Thailänder Singhapong war in der ersten Schikane aus der Spitzengruppe gestürzt. Damit ging es für Kratochwil auf Rang 12, mit nur 2,5 sec Rückstand auf Gonzales. Die schnellste Rennrunde ging nun an Sullivan Mounsey, der sich nach 1:45,324 min wieder auf Rang 4 vorfahren konnte. In derselben Runde enterte auch Fynn Kratochwil erstmals die Top 10, nun lief die 250er-KTM des Deutschen tadellos.
Doch in den Kampf um die Spitze konnte das von Dirk Heidolf betreute Großtalent nicht eintreten Auf weiter trockenem Asphalt war es der sechsköpfigen Gruppe mit Gonzalez, Bujosa, Mounsey, Ogiwara, Pugliese sowie dem Malteser Travis Borg eine Lücke von 1,5 sec herauszufahren. Erstaunlich: Polesetter Fernandez konnte nicht mithalten, der Tabellenführer fuhr drei Runden vor Schluss nur auf Platz 14.
Im Getümmel des Finales zog sich das Loch zu den Verfolgern wieder zu, erst auf 0,7, dann auf nur noch 0,4 sec. Damit waren auch Kratochwil und Fernandez auf einmal wieder im Rennen. Auch die Spitze wechselte: Borg und Bujosa hatten Gonzales kassiert. Im Finale dann – in bester Rookies-Tradition – ein entfesselter Schlagabtausch. Die Positionen wechselten in jedem Sektor mehrfach. Eine halbe Runde vor Schluss gelang David Gonzales das entscheidende Manöver, das dem 16-Jährigen aus Cadiz den Sieg in Le Mans brachte.
Gonzalez überstand die letzte Passage und kam 0,127 s vor Landsmann Fernando Bujosa über die Linie. Platz 3 holte sich Sullivan Mounsey vor dem ersten Rookies-Pilot aus Malta, Travis Borg. Mit Ogiwara und Ramadhipa folgten zwei Youngster aus Asien. Schadensbegrenzung betrieb der Cup-Leader; Benat Fernandez rettete Platz acht und damit wichtige Punkte.
Beachtlich erneut die Leistung von Fynn Kratochwil. Der 15-Jährige kam nach dem Rückschlag am Samstag in seinem erst vierten Rennen auf Platz 12 an. Nach seinem starken Debüt in Jerez und Punkten beim ersten Antreten in Le Mans rangiert der Deutsche mit 16 Punkten auf Rang 13. An der Spitze ist weiterhin Benat Fernandez, doch der Abstand auf den ersten Verfolger Fernando Bujosa schrumpfte auf 10 Zähler.
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