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Sportchef Barbier: «Pirelli hat die Luftdruckregel nie in Frage gestellt»

Regelmäßig sorgte die Regel zum Reifenluftdruck für rote Köpfe im MotoGP-Fahrerlager. Wird sich das umstrittene Thema ab 2027 mit Pirelli auflösen? Das fragte SPEEDWEEK.com Sportchef Giorgio Babier.

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Aus der Sicht der meisten Beteiligten ist die gegenwärtige Regel in der MotoGP zur Kontrolle des Reifenluftdrucks eine Plage, denn ein Gewinn. Gedacht als Kontrollinstrument im Sinne der Sicherheit ist der Mehrwert der komplex zu überwachenden Regel, zumindest in der Außenwahrnehmung, nicht zu erkennen. Was auch der Tatsache geschuldet ist: Das Thema «Reifen» ist für das Publikum eine abstrakte, schwer nachvollziehbare und damit ungeliebte Materie.

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Der Sachverhalt ist kaum jemandem, der unterhalb des Status eines MotoGP-Crewchiefs steht, zu vermitteln ist Entsprechend verlieren Rennen, bei denen das Resultat Stunden nach der Zieldurchfahrt nach Zeitstrafen noch einmal auf den Kopf gestellt wird, ihre Glaubwürdigkeit. So gesehen etwas beim bereits ohne Luftdruckvergehen dramatischen Catalunya-GP. Während die Medien in erster Linie damit beschäftigt waren, mehr über die Sturzopfer Alex Marquez und Johann Zarco in Erfahrung zu bringen, wurde das Ergebnis nach fünf Zeitstrafen korrigiert.

Letztes Opfer der ungeliebten Luftdruck-Thematik war KTM-Tech3-Pilot Maverick Vinales Bereits vor gut einem Jahr hagelte es in Katar Zeitstrafen für dasselbe Vergehen. Damals mit durchaus gravierenden Folgen. Vinales, der sich hinter Marc Marquez als Zweiter ins Ziel gekämpft hatte, musste seinen Pokal zurückgeben. Beim Ungarn-GP am letzten Sonntag hatte die Strafe von 16 Sekunden. keine Auswirkungen. Der Spanier blieb trostloser 15.

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Die 2022 probeweise und 2023 permanent eingeführte wird regelmäßig kritisiert. Doch Reifenausrüster Michelin und die Technik-Gremien der MotoGP halten dagegen. Kernargument ist die eingesetzte Technologie. Laut Ausrüster ist die fraglos fantastische Leistung der Rennreifen nur in einem streng definierten Fenster aus vielen Parametern darstellbar. Abweichungen können nicht toleriert werden, wenn es um die Betriebssicherheit bei einem MotoGP-Motorrad geht, so die Sicht der Verantwortlichen.

Wenig überraschend kann man beim zukünftigen MotoGP-Reifenausrüster nachvollziehen, dass die aktuelle Regelung nicht grundlos installiert wurde und Vergehen gegen einen Fahrer mit zu geringem Luftdruck rigoros geahndet werden Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com äußerte sich Rennsportchef Giorgio Barbier auch zum dem strittigen Thema.

«Es ist nachvollziehbar, dass es kein einfaches Thema ist. Entsprechend muss man es handhaben. Von Beginn an haben wir gesagt, dass wir bereit sind, diese Regel ohne Vorbehalte akzeptieren Wenn der jetzige Ausrüster diesen Prozess gemeinsam mit der MotoGP etabliert, dann gibt es einen guten Grund dafür. Und wenn es um das Thema Betriebssicherheit in diesem Sport geht, ist das sehr ernst zu nehmen», so Barbier.

Pirelli schließt eine Abschaffung der Regel nicht aus

Der Italiener ergänzt: «Wir würden uns eine andere Sicht heute nicht anmaßen, denn wir hatten bis vor kurzem null Erfahrung mit der speziellen Technologie eines MotoGP-Bikes. Die mittlerweile existierenden Aerodynamik-Lösungen haben Einfluss auf Luftströme und Temperaturen Und dann sind da natürlich die Bremsen. Die Karbonscheiben entwickeln ganz andere Temperaturen, das sind Faktoren, mit denen wir bei den Superbikes so nicht zu tun hatten.»

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Was laut Barbier aber nicht bedeutet, dass die Reifendruckregel ein Gesetz für die Ewigkeit ist. Pirelli sieht es eher als Herausforderung, MotoGP-Spitzenreifen ohne Kontrollsystem zu entwickeln. «Wir werden das System zur Luftdruckkontrolle übernehmen. Dann wird sich zeigen, ob wir damit weiterarbeiten werden, sie in Abstimmung mit der MotoGP modifizieren – oder aber wir werden in der Lage sein, sie abzuschaffen. Doch diese Aussage, die muss auch vom Team kommen. Erst einmal müssen wir alle gemeinsam durch die Lernphase. Was ich aber sagen kann: Alle bisherigen Tests mit MotoGP-Bikes haben keine Probleme in diese Richtung gezeigt.»

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Pos

Fahrer

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Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

26

42:55,325

1:38,313

37

02

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

26

+1,343

1:38,419

29

03

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

26

+11,632

1:38,862

17

04

Ai Ogura

Ai Ogura

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

79

26

+15,539

1:38,614

13

05

Luca Marini

Luca Marini

Honda HRC Castrol

10

26

+18,669

1:38,992

11

06

Diogo Moreira

Diogo Moreira

LCR Honda

11

26

+21,794

1:39,275

13

07

Iker Lecuona

Iker Lecuona

BK8 Gresini Racing MotoGP

27

26

+22,815

1:39,261

9

08

Jack Miller

Jack Miller

Prima Pramac Yamaha MotoGP

43

26

+23,283

1:39,377

8

09

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

23

26

+24,491

1:38,990

9

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