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Stefan Bradl: MotoGP? Superbike-WM? Alles ist offen!

Stefan Bradl hat das Kapitel MotoGP-WM für 2017 noch nicht abgehakt. Aber es gibt eine verlockende Möglichkeit bei Honda in der Superbike-WM.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Eigentlich wollte Stefan Bradl Stefan bis zum GP von Deutschland auf dem Sachsenring Gewissheit über seine motorsportliche berufliche Zukunft haben.

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Aber die Entscheidung verzögert sich.

Der MotoGP-WM-Zwölfte hat ein Angebot des Honda World Superbike Team für die Weltmeisterschaft der seriennahen 1000-ccm-Superbike, er könnte dort auch für zwei Jahre unterschreiben. Aber auch Michael van der Mark ist dort noch nicht aus dem Rennen.

Anderseits bieten Avintia Racing und Ducati eine 2016-Desmosedici für die MotoGP-WM 2017 an. Bradl wäre damit Teamgefährte des aktuellen WM-Siebten Héctor Barbera und könnte mit erprobtem Material rechnen.

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"Mein Bauchgefühl sagt mir einerseits, ich soll in der MotoGP bleiben. Anderseits wäre ein Zwei-Jahres-Vertrag in einem Top-Superbike-Team mit dem weltgrössten Hersteller, der für 2017 eine neue Fireblade bringt, auch reizvoll", grübelt Bradl unentschlossen.

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Bei sechs Werksteams kann sich Bradl in der MotoGP-WM 2017 in den Rennen realistisch Plätze von 10 bis 12 ausrechnen, wenn keine Unfall- oder Ausfallorgie passiert.

In der Superbike-WM kämpft Honda-Pilot Nicky Hayden um Podestplätze; das müsste auch für Bradl das Ziel sein.

Bradl ist erleichtert, nach dieser schwierigen Saison mit Aprilia die Qual der Wahl zwischen zwei erfreulichen Möglichkeiten und dazu weitere lukrative Angebote aus der Superbike-WM zu haben, bei denen vorläufig Vertraulichkeit zugesagt wurde.

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Kann Randy Krummenacher, im Winter von der Moto2-WM in die Supersport-WM umgestiegen und dort jetzt Zweiter, mit Ratschlägen helfen? "Wenn Stefan bei Avintia oder Aspar eine Ducati fahren kann, ist das gut, Barbera und Laverty zeigen dort gute Leistungen. Stefan schätze ich fast stärker ein als die beiden", sagt Krummi. "Anderseits kann er in der Superbike-WM ein Held werden, denn momentan haben sie nicht wirklich einen. Was die Zuschauerzahl, die Professionalität und die Qualität der Race Direction betrifft, so ist das in der SBK alles auf einem guten Niveau und wachsend."

Da Bradls Kumpel Nicky Hayden wie viele andere GP-Fahrer den Umstieg zu den Superbikes und zu den Pirelli-Reifen recht problemlos bewältigt hat, macht Bradl dieses Thema wenig Kopfzerbrechen.

Und die Ducati mit ihrer brachialen Leistungsentfaltung? Bradl: "In den letzten Jahren haben sich Fahrer wie Barbera, Petrucci, Redding, Laverty und Baz recht rasch mit der MotoGP-Ducati angefreundet. Ich denke, Ducati hat mit der Einheits-Elektronik von Magneti-Marelli viel Erfahrung, dadurch kann man bei der Fahrbarkeit einiges erreichen. Die Kundenteams werden gut betreut, sonst wären Barbera und Laverty in der WM nicht in den Top-Ten."

Stefan Bradl geht nicht davon aus, dass er in den nächsten sieben Tagen einen Vertrag für 2017 unterschreiben wird. Es gibt bei allen Angeboten noch offene Detailfragen, zum Beispiel bei der Zusammensetzung der Technik-Crew, Vertragsdauer und so weiter.

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"Es sind noch ein paar Meetings, Telefone, SMS und Gespräche nötig", meint Stefan Bradl. "Irgendwann nach dem Spielberg-Test vom 19./20. Juli möchte ich Klarheit haben und die Ferien geniessen. Aber ich stehe nicht unter Zeitdruck. Ich will mich jetzt mal auf den Heim-GP auf dem Sachsenring konzentrieren. Das hat Vorrang."

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