Marc Marquez (1.) nach Bezzecchi-Clash: «Habe mich bestmöglich verteidigt»
Marc Marquez gewann in Katar das abgebrochene und neu gestartete kurze Rennen. Mit seinem 25. MotoGP-Sprintsieg und dem Aus von Marco Bezzecchi hat er am Sonntag den ersten Matchball zum WM-Titel.
Vor dem Sprintrennen unter Flutlicht in Lusail lag ein großer Schlagabtausch mit den Aprilia-Piloten in der Luft. Marc Marquez reiste mit 44 Punkten Vorsprung auf Jorge Martin und 67 Zählern auf Marco Bezzecchi nach Katar. Würde der Ducati-Werksfahrer im Sprint mindestens fünf Punkte mehr als Martin holen, hätte er am Sonntag den ersten Matchball.
Rote Flaggen nach Aldeguer-Torpedo
Der Start gehörte Bezzecchi. Der Aprilia-Pilot kam perfekt vom Startplatz weg und schnitt Marquez in Kurve 1 den Weg ab. Die Folge: Marquez beschleunigte nicht optimal aus der ersten Kurve, und sein Teamkollege Francesco Bagnaia schnappte sich kurzzeitig Position 2, nur damit Marquez sich prompt wieder vor den Italiener setzen konnte. Diese anfänglichen Zweikämpfe nutzte Bezzecchi optimal aus und schaffte es, sich ein paar Motorradlängen Vorsprung zu erarbeiten.
In Runde 2 folgte der Schockmoment: Fermin Aldeguer kam viel zu schnell in die Zielkurve und räumte Francesco Bagnaia ab, der sich mehrfach im Kiesbett überschlug – rote Flaggen. Bagnaia wurde bei Bewusstsein mit dem Krankenwagen abtransportiert, Aldeguer kassierte eine Double-Long-Lap-Penalty.
Szene des Rennens: Marquez gegen Bezzecchi
Beim Neustart über zehn Runden mit unveränderter Startaufstellung drehte Marquez den Spieß um, kam deutlich besser weg als Bezzecchi und führte ab Kurve 2. Bezzecchi stach in Runde 2 in Kurve 15 innen hinein, musste aber eine weite Linie fahren – Marquez konterte sofort.
Zur Rennhalbzeit eskalierte das Duell. Marquez bremste etwas zu spät in Kurve 1 hinein und fuhr eine weitere Linie, Bezzecchi witterte die Lücke innen. Als der Weltmeister auf die Ideallinie zurückkehrte, kam es zur Berührung. Bezzecchi stürzte, Marquez blieb im Sattel. Die Stewards werteten die Szene als Rennunfall, Aprilia-CEO Massimo Rivola quittierte das mit sarkastischem Applaus. Marquez: «Ich war hochkonzentriert und habe mich bestmöglich verteidigt.»
Der
Erster Matchball am Sonntag
Mit seinem 25. Sprintsieg baute Marquez den eigenen Rekord aus. In der WM führt er nun mit 411 Punkten, 49 Zähler vor Martin. Da danach nur noch Portimao und Valencia mit je 37 Punkten anstehen, braucht er nach dem Katar-GP 74 Punkte Vorsprung. Gewinnt Marquez am Sonntag und bleibt Martin ohne Punkte, ist der 33-Jährige zum achten Mal MotoGP-Weltmeister. Bezzecchi hat bei 79 Punkten Rückstand nur noch theoretische Chancen – wird Marquez am Sonntag mindestens Zweiter, sind auch diese erloschen.
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