Toprak Razgatlioglus Traum: Mit Yamaha gegen Ducati-Fahrer Bulega kämpfen
Ein Yamaha-Ass gestürzt, drei beinahe am Ende des Feldes: Nach der erneuten Pleite im MotoGP-Sprint in Misano sprach sich Toprak Razgatlioglu Mut zu und formulierte seine Hoffnungen..
Wir können uns nur vorstellen, was in den siegverwöhnten Fabio Quartararo und Toprak Razgatlioglu vorgehen muss, diese Saison öfter in den Niederungen der Ergebnislisten zu finden. Im Qualifying an der Adria konnte der Franzose mit seinem überragenden Speed noch Schadensbegrenzung betreiben und seine M1 auf Startplatz 13 stellen, womit er über 6/10 sec schneller war als der zweitbeste Yamaha-Fahrer Jack Miller. Der Australier qualifizierte sich im 21-Mann-Feld für Grid-Position 18, Alex Rins wurde 20. und Razgatlioglu – Letzter.
Im Sprint stürzte Quartararo im Kampf mit Rookie Diogo Moreira (LCR Honda), da ging es um Platz 11. Beim Fallen der Zielflagge lag nur Joan Mir (Honda) hinter Miller, Razgatlioglu und Rins.
«Im Rennen gelang mir eine viel bessere Rundenzeit als im Qualifying», erzählte Toprak, der diese Steigerung auf den Einsatz des härteren Hinterreifens von Einheitsausrüster Michelin zurückführte. «Mit ihm habe ich mehr Kontrolle auf der Bremse, mit dem weichen Hinterreifen kann ich unmöglich so fahren. Wir haben den Sprint dazu genützt, um für das lange Rennen zu arbeiten. Im Warm-up am Sonntagmorgen werde ich erneut etwas mit der Abstimmung probieren – vielleicht ist meine Pace dann deutlich besser. Mein Qualifying war sehr schlecht, meine Pace im Rennen war auch nicht gut.»
Toprak hat klare Erwartungen an Yamaha
In den vergangenen Jahren war Toprak enttäuscht, wenn er ein Superbike-Rennen als Zweiter beendete. In dieser Saison hat er gelernt nach Strohhalmen zu greifen, um sich seine Motivation zu bewahren.
Dazu gehört auch die Aussicht, dass er 2027 auf seinen alten Widersacher Nicolo Bulega trifft, mit dem er sich 2024 und 2025 intensive und sehenswürdige Kämpfe geliefert hat – und jeweils im SBK-Titelkampf die Oberhand behielt. Der Unterschied:
«Wenn wir uns für nächstes Jahr verbessern, dann kann ich gegen ihn vielleicht wie bei den Superbikes kämpfen», formulierte Razgatlioglu seinen Traum. «Für ihn ist der Wechsel in die MotoGP gut, weil er den richtigen Fahrstil dafür hat. Jetzt kommt er und hat auch ein gutes Paket. Nächstes Jahr ist für alle alles neu, ich hoffe, dass wir uns schnell anpassen können.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




