Toprak schimpfte: Frust über mieses Q1 und Ärger über Pol Espargaro
Pramac-Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu kämpft weiter am Ende der Konkurrenz. Der MotoGP-Rookie über sinnlose Manöver zu Rennbeginn und die wenigen positiven Aspekte des Sprints auf dem Red Bull Ring.
Pramac-Yamaha-Rookie Toprak Razgatlioglu war der einzige MotoGP-Pilot, der am Samstag auf dem Red Bull Ring nicht unter die Marke von 1:30 min kam. Auf die Pole von Aprilia-Pilot und Sprint-Sieger Jorge Martin fehlen in Österreich über 2,1 Sekunden. Auf der Anlage, die als Bremsstrecke berühmt-berüchtigt ist, musste «Stoprak» somit ganz von hinten in die Wettfahrten gehen.
Im Sprint über 14 Runden ging es für den dreifachen Superbike-Weltmeister dann immerhin bis auf Platz 17 vor – nicht weit genug, um Razgatlioglu zum Lachen zu bringen. «Das Gefühl im Rennen war besser als im Qualifying, immerhin. Die Pace ist nicht so schlecht, auch wenn mein Reifen am Ende wieder einging und ich im Finale nicht noch mehr ausrichten konnte.»
Duell bist zum Fast-Stillstand
Das eigentliche Problem sah der Yamaha-Pilot aber woanders: «Ärgerlich war der Beginn. Ich hatte einen völlig überflüssigen Zweikampf mit Pol Espargaro. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt völlig unnötige Manöver. Es ging mehrfach hin und her – einmal ist er in Kurve 2 so gefahren, dass wir beide fast standen. Dadurch ist früh Kontakt zur Gruppe vor uns weggewesen. Er hat meinen Rhythmus zerstört – so eine Aktion braucht niemand.»
Das Rundenprotokoll bestätigt den Rookie: Von Runde 2 bis 7 fuhren der Vinales-Ersatz und Razgatlioglu zusammen – dann war es aber Espargaro, der sich absetzte und am Ende noch WM-Punkte holte. Im Verlauf des Österreich kreuzte auch Rookie-Kollege Diogo Moreira seinen Weg. Der Brasilianer war zu eilig losgefahren und nach der zweiten Long-Lap war der Honda-Pilot im Match mit Razgatlioglu.
«Moreira kam von hinten, er hat es in Kurve 3 versucht, am Ende sind wir beide weit gegangen. Ein Konter war nicht mehr möglich, mitfahren ging, aber zu einer Attacke fehlten mir die Möglichkeiten.», erzählte der Pramac-Athlet.
Das eigentliche Übel bleibt aber die Ausgangslage. Toprak mit versteinertem Gesicht: «Ich verstehe einfach nicht, warum ich im Qualifying so langsam bin. Wir diskutieren das, auch heute wieder mit Andrea Dovizioso, aber wir haben keine Antwort auf die Frage, warum ich im Rennen fast die gleichen Zeiten schaffe wie im Qualifying.»
Mehr als offensichtlich spielen die Michelin-Reifen eine Schlüsselrolle. Alle Hoffnungen im Yamaha-Lager ruhen auf die neue 850er-Ära mitsamt dem Umstieg auf die Rennreifen von Pirelli. Doch noch heißt es durchhalten. Den Großen Preis von Österreich muss Toprak Razgatlioglu erneut von ganz hinten in Angriff nehmen.
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