Alex Marquez (Ducati) leidet: «So ist es schwierig, es zu genießen!»
Alex Marquez beendete den MotoGP-Sprint in Spielberg auf Rang 5. Weshalb er mit der Ducati kein gutes Gefühl findet und die Aprilia so schnell sind. Auch der Indonesien-GP könnte problematisch werden.
Nach Platz 2 im Grand Prix in Misano hatte Alex Marquez im Sprintrennen in Spielberg mit den Podestplätzen nichts zu tun. Von Startplatz 5 fuhr der Vize-Weltmeister zwar ein solides Rennen, doch er hatte nicht den Speed, um mit den Aprilia-Piloten Jorge Martin, Marco Bezzecchi und Ai Ogura sowie KTM-Ass Pedro Acosta mitzuhalten. Besonders eindrücklich wurde dies, als der «Martinator» von Position 8 bis an die Spitze stürmte.
«Das Wort ‘Leiden’ steht für unser Wochenende», seufzte Alex Marquez in der anschließenden Medienrunde. «Es ist schwer, gewisse Dinge zu verstehen. Das Gefühl ist ähnlich dem, das wir zu Beginn der Saison in Thailand hatten – dort hatten wir dieselben Reifen zur Verfügung. Wir müssen Schritt für Schritt weiterarbeiten, bislang war es nicht genug, um mit den Aprilia und mit der KTM von Pedro mitzuhalten.»
Im Zeittraining am Freitag hatte der Vize-Weltmeister einen heftigen Crash am Ausgang von Kurve 1. Weshalb er dort stürzte, war ihm ein Rätsel. Fehlt somit an diesem Wochenende auch das notwendige Vertrauen? «Ja, denn das Motorrad reagiert manchmal etwas unberechenbar. Für das Sprintrennen haben wir viele Änderungen vorgenommen – auch das Aerodynamik-Paket haben wir getauscht. Normalerweise machen wir das nicht vor dem Sprint», versicherte Alex. «Wir haben das Sprintrennen genutzt, um Änderungen am Setup und an der Aerodynamik vorzunehmen – es hat besser funktioniert, es war aber nicht gut genug. Wir haben immer noch das Problem mit dem mangelnden Grip.»
Alex Marquez hat auch eine Erklärung parat, weshalb die Aprilia auf dem Red Bull Ring an diesem Wochenende so gut funktioniert. «Es geht um die Reifenkarkasse und wie sie (Aprilia) die Leistung auf den Reifen übertragen – das funktioniert bei ihnen besser als bei uns» ist sich der Ducati-Pilot sicher. «Unser Bike funktioniert bei Stop-and-Go besser, dafür benötigen wir aber mehr Grip am Hinterrad. Sie (die Aprilia) können am Kurvenscheitelpunkt mehr Speed mitnehmen. Sie sind zudem sanfter am Gas. Es sind unterschiedliche Bikes, aber wir versuchen, dieses Problem zu lösen. Es wäre gut, eine Lösung zu finden, denn diese Reifenkarkasse werden wir auch in Indonesien haben.»
Wieviel Spaß hat es ihm am Samstag gemacht? «Null», schmunzelte Alex. «Ich fühle mich sehr schlecht auf dem Bike. Im Qualifying sagte ich zu mir: ‘Alex, weißt du schon noch, wie du fahren musst?’ So ist es schwierig, es zu genießen. Auf dem Bike kannst du es nur genießen, wenn du schnell bist. Wenn jemand schneller ist als du, dann leidest du.»
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