WM-Führung ist futsch: Marc Marquez nennt die Ursache für die Niederlage
Pedro Acosta fuhr im MotoGP-Sprint in Spielberg in seiner eigenen Liga, schmiss den Sieg aber weg. Marc Marquez (Ducati) konnte das nicht zu seinem Vorteil gegenüber Jorge Martin (Aprilia) nutzen.
Die Ausgangslage vor dem Sprintrennen auf dem Red Bull Ring war spannend. Marc Marquez (Ducati) war mit 274 Zählern WM-Führender. Aprilia-Pilot Jorge Martin hatte gleich viele Punkte auf seinem Konto, lag aber auf Rang 2, weil «MM93» 2026 mehr Siege erzielt hat.
Im Qualifying am Samstag eroberte Martin Startplatz 1, Marc Marquez startete von Position 2. Martin erwischte einen guten Start und bog als Führender in die erste Kurve ein. In der Schikane bremste sich Marc mit einem aggressiven Manöver innen an Martin vorbei, wodurch der Aprilia-Pilot neben die Strecke kam und bis auf den fünften Platz zurückfiel. Eine Kurve später übernahm Acosta die Führung, weil Marquez den Scheitelpunkt verpasste.
Danach setzte sich Acosta ab, Marquez konnte das Tempo seines zukünftigen Teamkollegen nicht mitgehen. Von hinten arbeitete sich Martin durchs Feld, kurz nach Halbzeit des Rennens über 14 Runden folgte die Revanche des «Martinators» – der Weltmeister von 2024 drängte sich in Kurve 1 innen an Marquez vorbei. Martin hatte eine bessere Pace und machte nun Jagd auf Acosta. In der elften Runde übertrieb es der RC16-Pilot – er bog zu schnell in die Schikane ein und stürzte. Martin hatte danach freie Fahrt und siegte mit einer Sekunde Vorsprung. Marquez überquerte die Ziellinie als Zweiter und 0,6 sec vor Bezzecchi.
«Mein Ziel war, im Sprintrennen Dritter zu werden und nicht zu viele Punkte auf Jorge liegen zu lassen. Ich habe bereits in den Trainings gesehen, dass Pedro und Jorge die bessere Pace haben. Dann landete ich auf der Position, die ich wollte – direkt hinter Jorge», schilderte Marquez. «Vom Fehler von Pedro haben wir natürlich profitiert. Im Moment dürfen wir nicht alles auf eine Karte setzen, sondern müssen versuchen, immer bei der Musik zu sein. Wir fahren alle am Limit und ein Fehler passiert verdammt schnell. Pedro führte, aber er machte auch Druck, weil wir von hinten pushten. So ist Rennsport eben.»
Die Kämpfe zwischen sich und Martin, bei denen jeweils der Gegner neben die Strecke geriet, beurteilte Marquez als normale Härte. «Ich hatte vorhergesagt, dass es keine gute Idee ist, in die erste Kurve hinein zu attackieren», schilderte der Titelverteidiger. «Also bereitete ich meinen Angriff für Kurve 2 vor. Dann wurde ich in Kurve 3 von Acosta überholt, weil ich am Ausgang zu langsam war. Jorge war schneller als ich, wir analysieren, woran das liegt. In Thailand sind wir gestrauchelt und hier mit dieser Reifenkarkasse wieder. Wir haben kaum etwas am Motorrad geändert, es liegt an den Reifen.»
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