Johann Zarco Hondas bester Mann: Er befürchtete, die Kontrolle zu verlieren
Den direkten Q2-Einzug verpasste Johann Zarco; im MotoGP-Sprint am Samstag in Spielberg konnte der LCR-Honda-Pilot die Scharte jedoch auswetzen, indem er seine drängendste Frage beantwortete.
«Ich bin hier zwar schnell, aber die paar Zehntelsekunden, die mich gegenüber dem Qualifying voranbringen würden… ich habe keine Ahnung, wo ich die finden soll.» Eine Frage, die sich Johann Zarco in der Startaufstellung des MotoGP-Sprints am Red Bull Ring stellte, wo er von Position 10 losfuhr. Außerdem: «Überholen ist auf dieser Strecke besonders schwierig.»
Überholmanöver gelangen dem Franzosen im Sprint: Schon in der ersten Runde konnte der LCR-Pilot Fabio Quartararo (Yamaha) hinter sich lassen. In der 12. von 14. Runden passierte der 36-Jährige Brad Binder und stieß damit vom neunten auf den achten Platz vor. Der siebte Platz für den Mann mit der Nummer 5 wurde durch Pedro Acostas Sturz besiegelt. Zudem gelang Zarco die siebtschnellste Rennrunde.
Dabei begann der Samstagvormittag für den zweifachen Moto2-Weltmeister damit, einen Fehler vom Freitag zu korrigieren: «Ich war geknickt, dass ich nicht direkt ins Q2 einziehen konnte. Ich hatte aber das Selbstvertrauen, dass wir am Samstag gut genug sein würden. Der zehnte Platz im Qualifying war dann sehr gut, aber der siebte Platz im Rennen ist noch besser!»
Zarco meistens der beste Honda-Fahrer
Im bisherigen Verlauf des Rennwochenendes war Zarco zudem in vier von fünf Einheiten der schnellste Pilot auf einer Honda. Der siebte Platz im Sprint kommt am dritten Rennwochenende nach seiner Rückkehr nach der Verletzungspause: «Ich habe mir drei Punkte gewünscht. Damit das gelingt, muss alles perfekt für uns laufen. Wir waren gut genug!» Eine Herausforderung sei gewesen, dass er den Großteil des Rennens hinter KTM-Routinier Brad Binder festgesteckt habe: «So nah hinter deinem Vordermann zu sein bedeutet, dass du schnell die Kontrolle verlieren kannst. Entweder durch die sich aufheizenden Vorderreifen oder Turbulenzen der Aerodynamik. Das konnte ich vermeiden.»
Dabei zog der Evergreen nach dem Zieleinlauf nicht nur aus seiner Platzierung Hoffnung: «Auch die Tatsache, dass uns nur 5 sec auf den Sieger gefehlt haben, ist positiv.» Für den Grand Prix am Sonntag plant Zarco den nächsten Schritt: «Besser als Siebter abschneiden, wieso nicht? Ich hoffe darauf. Am Sonntag werden sich alle ihr Rennen anders einteilen müssen.» Eine Reihe von Fahrern setzte im Sprintrennen auf den mittelharten Hinterreifen, in der Hoffnung, im Grand Prix am Sonntag aus dem Plus an Erfahrung Vorteile ziehen zu können. So auch Zarco: «Dass ich auf dem Medium hier so schnell bin, gibt mir Hoffnung für Sonntag.»
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