Pecco Bagnaia (Ducati) nach Sturz: «Motorrad ist schwer zu verstehen!»
Ein Crash im letzten Umlauf kostete Pecco Bagnaia im MotoGP-Zeittraining von Le Mans eine bessere Rundenzeit. Für den direkten Q2-Einzug reichte es für den Ducati-Piloten dennoch souverän.
Die Hackordnung im Ducati-Werksteam hat sich seit der Ankunft von Marc Marquez bei den Bolognesern im letzten Jahr zementiert: Der spanische Weltmeister platziert sich regelmäßig vor Francesco Bagnaia, der Italiener strauchelt immer wieder.
Im Zeittraining in Le Mans war es umgekehrt: Der Turiner konnte sich in der einstündigen Session, trotz Sturz, souverän auf direktem Weg für das Q2 am Samstag qualifizieren, während sein Teamkollege erstmals seit langer Zeit wieder im Q1 antreten muss. Kurios: Durch eben diesen Crash in seinem finalen Umlauf löste Bagnaia eine Gelbphase aus, die Marquez seine letzte Runde kostete – der Weltmeister beendete das Zeittraining auf Rang 13.
Auf der Suche nach dem Limit
Bagnaia wiederum habe der Sturz geholfen, um die Grenzen des Arbeitsgerätes auf der französischen Strecke zu finden. Denn: «Dieses Motorrad ist schwer zu verstehen!» Schon kleine Unterschiede bei Reifen- und Streckentemperatur, ebenso wie beim Grip-Niveau, würden sich stark auswirken. Der 29-Jährige und seine Mechaniker bauten für das Frankreich-Wochenende jedoch auf Erkenntnissen auf, die sie beim letzten MotoGP-Event und dem anschließenden Test in Jerez erarbeiten konnten. Die Streckenbedingungen auf dem Traditionskurs täten ihr Übriges: «Der Grip auf dieser Strecke ist sehr konstant und der Asphalt hat zudem keine Wellen. Das hilft unserem Motorrad sehr!»
Am Ende des Zeittrainings stand für den Weltmeister von 2022 und 2023 der dritte Rang, nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde hinter Lokalheld Johann Zarco (LCR Honda) und einen Hauch hinter Markenkollege Fabio Di Giannantonio (VR46). Für Freudentänze sei es jedoch «zu früh» laut Bagnaia. Die Bedingungen, die die Fahrer in der Qualifikation und im Sprintrennen vorfinden werden, würden nicht vergleichbar sein mit denen zum Auftakt des Rennwochenendes: «Das war ein guter Start, darum bin ich zufrieden. Aber der Samstag wird völlig anders werden!»
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