WM-Leader Martin (Aprilia): «Neuer persönlicher Rekord auf Phillip Island»
Vor einem Jahr musste Jorge Martin den Australien-GP auslassen. Jetzt kam er als MotoGP-Spitzenreiter erstmals als Aprilia-Pilot zurück. Mit Platz 5 im Zeittraining fand sich der Spanier gut zurecht.
Am Freitagmorgen hatte Jorge Martin die legendäre Naturrennstrecke von Phillip Island erstmals mit einer Aprilia befahren. Von Adaptionsschwierigkeiten war nichts zu spüren. Das FP1 schloss der Tabellenführer der Königsklasse auf Position vor Ai Ogura und dem Inhaber des Rundenrekords, Yamaha-Ass Fabio Quartararo, ab.
Am Nachmittag ging es noch weiter nach vorne, wobei sich Martin im Gegensatz zu Boxenbachbar Bezzecchi komplett schadlos hielt und die lange Einheit über 60 Minuten komplett störungsfrei abspulen konnte. Martin, der gerne früh auf weiche Reifen setzt, taucht damit schon bald an der Spitze der Konkurrenz auf, wurde wieder zurückgereicht, um sich im zweiten Schub auf Position 5 zu etablieren. Bemerkenswert: Damit war der Aprilia-Werksfahrer der langsamste Athlet an Bord der RS-GP.
Das entging auch Martin nicht, der sich nach dem Auftakt zum Australien-GP dennoch sichtlich zufrieden zeigte: «Es war ein guter Tag – für Aprilia lief es großartig – aber auch für mich war es gut. Zum einen war ich schneller als je zuvor auf Phillip Island – neuer Rekord, ein gutes Gefühl zum Beginn. Und wir haben auch verstanden, an welchen Stellen ich mich wie verbessern kann.»
Martin weiter: «Der Fahrstil macht hier einen sehr großen Unterschied aus und da muss ich mich noch besser anpassen. Ich gehe meistens zu aggressiv und schnell in die Kurven rein, gehe zu spät ans Gas, verliere dann aber im Anschluss mehr Zeit. Daran werde ich weiterarbeiten. Ich bin da sehr guter Dinge, denn wir sind jetzt schon sehr nahe dran.»
In Zahlen ausgedrückt: Martin büßte nach Tag 1 auf Position 5 exakt 0,255 s auf die Bestzeit des Teamkollegen und 0,129 s auf den vor ihm platzierten Ai Ogura (Trackhouse) ein. Noch relevanter dürfte für den Tabellenführer der Abstand zur Startnummer 93 sein. Marc Marquez war als Dritter ebenfalls 0,129 s vor Jorge Martin notiert.
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