Neue Honda Fireblade für 2027: Die CBR1000RR-R wurde grundlegend erneuert
2020 kehrte die Honda Racing Corporation, zuständig für alle Werksauftritte des Motorradherstellers, in die Superbike-WM zurück. Jonathan Rea schuftet seit einem Jahr, um die Fireblade zu verbessern.
Für Honda-Fans in der MotoGP- und Superbike-WM ist es seit Jahren normal, dass es wenig und selten etwas zu feiern gibt. Dabei galt die Honda Racing Corporation einst als schlagkräftigste Rennabteilung. Seit 2007 wurde bei den Superbikes kein WM-Titel gewonnen, der letzte Rennsieg gelang 2016. Nach einer so langen Durststrecke waren die Hoffnungen groß, dass sich mit der werksseitigen Rückkehr 2020, und der Einführung der CBR1000 mit drei R, endlich etwas zum Guten bewegt.
Von der Saison 2025 auf 2026 wurde bei Honda alles auf den Kopf gestellt: neue Stammfahrer, neuer Testfahrer und ein neuer Teammanager – wieder einmal. Jake Dixon und Somkiat Chantra quälten sich mit Verletzungen durch die Saison, für das beste Ergebnis sorgte der Engländer als
Honda hofft auf Jonathan Rea
Mit der Verpflichtung von Jonathan Rea als Test- und Entwicklungsfahrer hat sich Honda im Herbst 2025 eine Koryphäe geangelt, kein anderes Superbike-Ass hat Erfolge wie der sechsfache Weltmeister und 119-fache Laufsieger vorzuweisen. Der Nordire hat dieses Jahr zirka 25 Tage für HRC getestet, aber nur einen Teil davon auf dem neuen Motorrad, das wir am 22. und 23. Oktober auf dem Circuito de Jerez
Honda bringt für 2027 ein neues Homologationsmodell der CBR1000RR-R, Rea rückt mit der bislang nicht öffentlich vorgestellten Maschine mit Camouflage-Lackierung aus. Trotz der Tarnung waren neue Aeroelemente an der Front und an den Seiten erkennbar. Auffällig: Honda nutzt nun wie Ducati Luftkanäle an der seitlichen Verkleidung nach MotoGP-Vorbild. Auch die Flügel an der Front wurden überarbeitet. Der erste Auftritt vermittelt einen Eindruck, wie intensiv HRC am nächsten Entwicklungsschritt arbeitet. «Die meisten Dinge am Motorrad sind neu», verriet ein Honda-Mann. «Einige Teile haben ein ähnliches Konzept, aber die meisten sind neu. Man muss nur genau hinschauen.»
Ich sehe die Ressourcen und den Einsatz, ich spüre die Ambitionen.jonathan rea
Für Honda kommt zur Umstellung auf den neuen Reifenausrüster Michelin ein weiterer grundlegender Wechsel hinzu: Die neuen Brembo-Carbon-Bremsen, die ab 2027 als Einheitsbremsen eingesetzt werden. Während die Konkurrenz zumindest bereits mit den Stahlbremsen von Brembo gearbeitet hat, verwendete Honda 2026 als einziger Hersteller Material von Nissin.
«Ich sehe die Ressourcen und den Einsatz, ich spüre die Ambitionen», erzählte Jonathan Rea während der vergangenen Saison SPEEDWEEK.com. «HRC will nach vorne kommen, dafür muss das Basisniveau des Motorrads besser werden. Deshalb investiert Honda jetzt so viel in das Entwicklungsprogramm. Um dort anzukommen, wo Ducati heute ist, müssen wir aufholen. Es gibt viel zu tun, aber deshalb mag ich das Projekt. Vielleicht kann ich ein kleines Zeichen setzen und dabei helfen, eine Richtung zu finden.»
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