Lewis Hamilton gesteht: «Red Bull Racing hat mich eines Besseren belehrt»
Formel-1-Superstar Lewis Hamilton widersprach im Fahrerlager von Austin Red Bull Racing-Pilot Isack Hadjar. Der Ferrari-Pilot erklärte auch, warum er «voller Bewunderung» für Hadjars Team ist.
Isack Hadjar überraschte mit der Aussage, dass der Red Bull Racing-Renner in Singapur nicht das schnellste Auto war – obwohl sein Teamkollege Max Verstappen sowohl im Sprint als auch im GP von der Pole zum Sieg fuhr. «Das Auto ist immer noch schwer zu fahren. In Malaysia war es dominant, aber ich denke nicht, dass wir in Singapur das schnellste Auto hatten. Das ist meine Überzeugung. Hätte man Max in einen Ferrari gesteckt, hätte er das Rennen mit einem grösseren Vorsprung gewonnen. Ich denke, in Singapur war der Ferrari das schnellste Auto», erklärte der Franzose.
Natürlich wurden beide Ferrari-Stars darauf angesprochen und
Lewis Hamiltons Antwort fiel etwas ausführlicher aus: «Zuallererst will ich festhalten, dass Isack in meinen Augen ein überragender Fahrer ist. Aber in dieser Hinsicht haben wir verschiedene Meinungen. Letztlich haben sie einen unglaublichen Job gemacht. Red Bull Racing tut dies schon seit vielen, vielen Jahren. Und sie überraschen mich immer wieder aufs Neue.»
«Ich bin voller Bewunderung für dieses Team. Als ich jünger war, habe ich aus Überzeugung gedacht, dass sie auf keinen Fall schaffen würden, was andere, traditionsreiche Teams wie McLaren oder Ferrari hinbekommen. Doch das haben sie und so hat mich Red Bull Racing eines Besseren belehrt. Und sie haben im Laufe der Jahre viele wunderbare Erfolge gefeiert», lobte der siebenfache Weltmeister.
Lewis Hamilton: Ferrari mit grossem Defizit auf den Geraden
«Auch beim Motor habe ich gedacht, dass sie sicherlich nicht in der Lage sein würden, einen besseren Motor zu bauen als Mercedes undFerrari, und wieder wurden ich und alle anderen eines Besseren belehrt. Sie haben den besten Verbrenner gebaut. Der Saisonstart lief offensichtlich nicht reibungslos. Aber sie haben ein grossartiges Auto und sehr starke Fahrer. Und es ist auch klar, dass sie eine grossartige Teamführung haben. Es wird sehr hart, gegen sie zu bestehen. Die waren in Singapur in allen Kurven so schnell wie wir, und das war unsere Stärke. Hinzu kommt, dass sie auf den Geraden drei oder vier Zehntel schneller sind», fuhr der Brite fort.
Ein verändertes Kräfteverhältnis erwartet er auch angesichts des Upgrades aus Maranello, das die Scuderia in Austin auf die Strecke bringt, nicht: «Wir haben ein sehr kleines Upgrade hier, das weniger als eine Zehntel wert ist, es bringt vielleicht eine halbe Zehntelsekunde. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass wir damit unser Defizit auf den Geraden wettmachen können. Aber vielleicht liegt uns die Strecke besonders gut und sie haben ein schwieriges Wochenende. Vielleicht wird auch Mercedes danebenliegen und wir werden in diesem Fall bereit sein, um zuzuschlagen.»
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