Nach Max Verstappen-Kritik: Lando Norris (McLaren) ist nicht einverstanden
Vor der Sommerpause hat Max Verstappen thematisiert, dass sich ein Fahrer mit den 2026er Autos weniger einbringen könne als früher. McLaren-Ass Lando Norris findet – da stimmt so nicht.
Ist der heutige Formel-1-Fahrer noch so viel wert wie früher? Max Verstappen hat im Rahmen der beiden WM-Läufe von Belgien und Ungarn klipp und klar gesagt – nein.
Der 28-jährige Niederländer begründet das so: Ein Fahrer habe mit den modernen Antriebseinheiten zu wenig Kontrolle darüber, wie sich die Kraft entfaltet. «Früher», so fand Max, «konnte ein Fahrer in schnellen Kurven einen Unterschied ausmachen, wenn er eher am Limit balancierte. Heute wirst du für einen solchen Fahrstil eher bestraft, weil du auf der Geraden zuvor Energie sammeln musst. Tust du das nicht, fällt dir das im weiteren Verlauf der Runde auf den Kopf, weil dir der Saft ausgeht.»
Wird der Pilot heutzutage also wirklich zu sehr vom Energie-Management dominiert? McLaren-Ass Lando Norris kann sich dieser Ansicht nicht anschliessen.
Der Formel-1-Champion von 2025 hat zu dieser Thematik gesagt: «Es stimmt, dass bei einigen Kurven der Reiz ein wenig verloren gegangen ist. Ich denke da an die Pouhon-Passage von Belgien, die früher fast voll ging, da konntest du mit etwas mehr Können und Mumm Zeit gutmachen. Aber ich bleibe bei meiner Meinung – ein überdurchschnittlich guter Fahrer hebt sich auch jetzt ab, mit den neuen Rennwagen.»
«Wir sehen auf Strecken wie dem Hungaroring, wo das Energie-Management weniger knifflig ist, dass sich ein guter Fahrer nach wie vor auszeichnen kann.»
«Um mit der elektrischen Energie klar zu kommen, muss man halt ein wenig umstellen. Die Fahrer sind mehr gefordert als früher, finde ich. Und bei all dem dürfen wir den Umgang mit den Reifen nicht vergessen. Die Charakteristik der 2026er Walzen ist so, dass du nicht so hemmungslos attackieren kannst wie früher. Aber ich kann da natürlich nur aus Sicht unseres Autos sprechen. Wie sich das in anderen Formel-1-Fahrzeugen anfühlt, weiss ich nicht.»
«Unterm Strich müssen wir halt anders fahren als früher, aber sich dieser Herausforderung zu stellen und sich anzupassen, das gehört nun mal zu unserem Job.»
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