Peter Öttl über Almansa: «Vizemeistertitel ist ein realistisches Ziel»
David Almansa holte im Moto3-Rennen in Assen seinen dritten Podestplatz 2026. In der Gesamtwertung rückte er auf Platz 3 vor. Intact-Teammanager Peter Öttl über das Saisonziel nach zehn Rennen.
David Almansa zeigte im Moto3-Rennen in Assen erneut eine starke Leistung. Der Intact-Pilot ging von Startplatz 6 ins Rennen. Er erwischte einen guten Start und bog als Vierter in die erste Kurve ein, nach wenigen Kurven übernahm er die Führung. Am Ende von Runde 1 schoben sich Rookie Brian Uriarte (KTM Ajo) und WM-Leader Maximo Quiles (Aspar) wieder an Almansa vorbei.
Im weiteren Rennverlauf konnten sich Almansa und Quiles vom Rest des Feldes absetzen. Bis zur letzten Rennrunde war der Vorsprung der beiden Spitzenreiter auf knapp zwei Sekunden angewachsen. Im Finish ließ Quiles dann Almansa keine Chance – er überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde.
«Im Rennen habe ich sofort versucht, die Führung zu übernehmen. Der Plan ist auch aufgegangen. Danach habe ich nicht zu sehr gepusht, auch wenn ich versucht habe, mich abzusetzen. Doch zur Halbzeit der Distanz überholte mich Maximo Quiles, und ich wusste, dass er den Medium-Reifen hatte, was es ihm ermöglichte, von da an richtig Druck zu machen», meinte der 20-Jährige zu seinem Rennen. «Ich blieb hinter ihm und ließ es etwas ruhiger angehen, denn auf dieser Strecke ist es einfach, dem vorausfahrenden Fahrer zu folgen.»
In der letzten Runde zog Quiles dem Intact-Piloten davon. «Ich bereitete mich sehr gut auf die letzte Runde vor, machte aber in einer Linkskurve einen kleinen Fehler, der mir den Kampf mit ihm bis zur Ziellinie verwehrte», musste Almansa zugeben. «Aber ich bin sehr glücklich, denn das Gefühl mit dem Motorrad war perfekt und ich fühle mich im Team sehr wohl. So werden wir weitermachen, umso mehr beim Heim-Grand-Prix des Teams in Deutschland.»
Intact-Teammanager Peter Öttl lobt die Leistung von Almansa
Intact-Teammanager Peter Öttl war mit der Leistung seines Fahrers zufrieden. «David war an diesem Wochenende in Assen konstant schnell. Im Training fuhr er seine Rundenzeiten stets aus eigener Kraft, ohne Hilfe durch einen Windschatten. Der sechste Startplatz nach drei Pole-Positions in Folge war keine Enttäuschung, es war immer noch eine gute Ausgangsposition für das Rennen», betonte der Bayer. «Bereits in der ersten Runde stürmte er von seiner Startposition in der zweiten Reihe nach vorne und übernahm die Führung. Dank seiner hohen Pace konnte er sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze neben Maximo Quiles absetzen. Dies war bereits das fünfte Mal in dieser Saison, was sehr deutlich unterstreicht, dass die beiden derzeit die stärksten Fahrer in der Moto3-Weltmeisterschaft sind. Im Finish verpasste David den Sieg nur knapp.»
Almansa holte in Assen sein drittes Saisonpodest. In der Gesamtwertung rückte der Spanier auf Platz 3 vor. Auf WM-Leader Quiles hat er 102 Punkte Rückstand. «Die Unterschiede zwischen ihm und Quiles waren nur gering, doch David ist in der Gesamtwertung auf den dritten Platz vorgerückt und hat den Rückstand auf den Zweitplatzierten auf zwölf Punkte verkürzt», so Öttl. «Ich denke, der Vizemeistertitel mit ihm ist ein realistisches Ziel, das wir bis zum Saisonende erreichen können.»
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