Maximo Quiles (1.): «Es ist immer etwas Besonderes, in Assen zu gewinnen!»
WM-Leader Maximo Quiles holte auf dem TT Circuit Assen seinen sechsten Saisonsieg – und den 50. für das Aspar-Team in der Moto3. Was seine Strategie in der letzten Rennrunde war.
Maximo Quiles ist das Maß aller Dinge in der Moto3-WM. In Brünn musste er zwar den Rookies Hakim Danish und Brian Uriarte den Vortritt lassen, mit dem dritten Platz sammelte der Aspar-Pilot aber wichtige Punkte für die Meisterschaft. In Assen gab dann er wieder den Ton an.
Am Samstag im Qualifying sicherte sich Quiles die Pole-Position. Im Rennen am Sonntag bog er als Führender in die erste Kurve ein, danach gingen David Almansa (Intact GP) und Uriarte (KTM Ajo) an ihm vorbei. Danach hielt sich Quiles konstant in der Spitzengruppe, zur Hälfte des Rennens übernahm er wieder die Führung.
Danach konnten sich Quiles und Almansa vom Rest des Feldes absetzen. Zunächst sah es danach aus, dass auch Brünn-Sieger Danish das Tempo der beiden Spanier würde mitgehen können, doch in den letzten Runden musste der Malaysier abreißen lassen. Bis zur letzten Rennrunde war der Vorsprung der beiden Spitzenreiter auf knapp zwei Sekunden angewachsen. Im Finish ließ Quiles Almansa keine Chance – er überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde.
Es war der sechste Saisonsieg für Maximo Quiles. «Es ist immer etwas Besonderes, in Assen zu gewinnen. Es ist eine historische Rennstrecke, und wann immer ich die Rennen im Fernsehen verfolgt habe, dachte ich mir: ‚Ich hoffe, dass ich hier eines Tages gewinnen kann‘», freute sich Quiles.
Zugleich sicherte Quiles dem Aspar-Team den 50. Sieg in der Moto3-WM. Teamkollege Marco Morelli wurde Dritter. Und: Aspar-Pilot David Alonso siegte im Moto2-Rennen. «Es war ein großartiger Tag für das Team; wir machen uns einen guten Namen, vor allem mit diesem Doppelsieg zusammen mit meinem Teamkollegen», unterstrich Quiles. «Ich freue mich auf weitere Wochenenden wie dieses. Ich wusste, dass es ein gutes Rennen werden würde. Ich fuhr mit anderen Reifen als die meisten Fahrer, aber ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Ich habe meine Energie für das Ende aufgespart und angefangen, stärker zu pushen, bis ich sah, dass sie ein wenig Mühe hatten, mit mir mitzuhalten.» Quiles bestritt das Rennen mit dem Medium-Hinterreifen.
«In der letzten Runde habe ich noch mehr Gas gegeben und es geschafft, zu gewinnen. Ich war mir sicher, dass Almansa versuchen würde, mich zu überholen, aber ich habe in dieser letzten Runde so hart gepusht, wie ich konnte», meinte Quiles. «Ich denke, es war ein wohlverdienter Sieg, und wir müssen ihn genießen. Ich bin absolut begeistert vom heutigen Ergebnis; wir werden weiterkämpfen, um noch mehr zu erreichen.»
In der Gesamtwertung hat Quiles seinen Vorsprung auf Alvaro Carpe (KTM Ajo) auf 90 Punkte ausgebaut. Almansa liegt derzeit mit 109 Punkten auf Rang 3.
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