Assen: Honda-Piloten dominierten Moto3-Zeittraining; Quiles im Glück
Das Finale des Moto3-Zeittrainings in Assen passte zum hitzigen Wetter. Am Ende standen mit Kelso, Pini und O’Shea drei Honda-Piloten an der Spitze. WM-Leader Quiles nur auf P11, Almansa mit Crash.
Die drückende Hitzewelle macht auch vor Assen nicht halt. Bei 33 Grad eröffneten die Moto3-Piloten den Nachmittag der spannenden Zeittrainings in der Nähe von Groningen. Das Feld präsentiert sich beim zehnten GP-Event der Saison in der gleichen Aufstellung wie beim letzten Treffen der Youngster in Brünn. Zu den 25 bekannten Fixstartern kam wie zuletzt ein Ersatzpilot zum Einsatz. Marcos Uriarte vertritt erneut den verletzten Intact-Fahrer David Munoz.
Mit leichter Verspätung ging es in die hitzige Session über 35 Minuten – eine rote Flagge im freien Training des Bagger World Cups hatte den Zeitplan leicht manipuliert. Das freie Training der kleinsten Hubraumklasse hatte Ajo-Pilot Alvaro Carpe an der Spitze beendet. Der WM-Zweite kam schneller um den Traditionskurs als die WM-Rivalen David Almansa (2.) und Maximo Quiles. Brünn-Sieger Hakim Danish wurde in der Früh noch auf Position 11 geführt.
Im Zeittraining steigerte sich der Malaysier schnell auf Platz 2, musste dann aber einen Fast-Sturz verdauen. An der Spitze tauchten derweil bekannte Moto3-Gesichter auf. David Almansa und Alvaro Carpe zogen vorbei, genauso wie Honda-Pilot Joel Kelso, der mit seiner 1:41,335 min die erste Richtzeit gesetzt hatte.
Die Session war gut zehn Minuten alt, rutschte David Almansa beim Einlenken in Kurve 1 aus. Die KTM des unversehrten Spaniers musste über den Serviceweg zurück in die Intact-Box gebracht werden. Dass sich die Bedingungen in der Hitze nicht verbessert hatten, zeigte der Zeitenmonitor. Nach der ersten Welle von Attacken auf einen der 14 Q2-Plätze blieben die Positionen lange eingefroren.
Kelso, Almansa, Carpe, Quiles, O’Shea, Danish, Yamanka, Pini, O’Gorman, Bertelle, so die Top 10 mit 15 Minuten auf der Uhr. Während Snipers-Rookie Jesus Rios vorerst auf dem letzten Q2-Platz 14 stand, wurde der Österreicher Leo Rammerstorfer mit 1,9 Sek. Rückstand an letzter Stelle geführt.
Kurz vor dem Finale dann eine haarige Situation für WM-Leader Quiles. In der schnellen letzten Linkskurve vor der Schikane lief der Aspar-Pilot auf Adrian Fernandez (Leopard) auf. Fernandez fuhr wesentlich weniger Tempo auf der Ideallinie, um dann in die Box abzubiegen. Schlechtes Timing – Quiles verfehlten den langsamen Landsmann nur knapp.
Fix gearbeitet hatte die Moto3-Mannschaft von Peter Öttl. Zehn Minuten vor Ende der wichtigen Session konnte David Almansa wieder auf die Strecke gehen – eine Position hatte er während der Zwangspause nicht verloren. Fünf Minuten vor der Flagge setzten die Piloten alles auf eine schnelle Runde. Die Reihenfolge wurde nahezu komplett auf den Kopf gestellt. Während vier Zehntel fand und P1 festigte, schoss Guido Pini auf 2 vor Eddie O’Shea, Morelli, Cruces und Almansa rutschte auf Platz 8 hinter Carpe, Quiles fiel gar bis Platz 11 ab.
In der letzten Minute kamen nach Stürzen von Bertelle und O’Gorman gelbe Flaggen ins Spiel. Etlichen Piloten wurde die entscheidende Runde gestrichen. Damit reichte die 1:40,918 min von Joel Kelso zur Bestzeit vor Pini und Kelsos Teamkollegen Eddie O’Shea. Damit gingen die Top 3 in Assen an Honda-Piloten. Almansa und Quiles blieben auf P7 und P11, schafften aber den direkten Q2-Einzug. Adrian Fernandez schaffte es als letzter Moto3-Fahrer direkt ins zweite Qualifying, direkt davor landete Brünn-Sieger Danish. Leo Rammerstorfer verkürzte auf 1,5 Sek., kam aber nicht über Rang 25 hinaus.
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