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Offiziell: Startschuss der Moto3-Revolution, Yamaha 2028 mit Komplettpaket

Nach der Königsklasse kommt nun auch die Moto3 zum Zug: In Assen wurde das neue Format der kleinsten Hubraumkategorie offiziell präsentiert. Los geht es 2028 mit neuen Einheitsrennern von Yamaha.

Moto3

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SPEEDWEEK.com berichtet seit langem über die anstehende Revolution im Grand-Prix-Fahrerlager – die nun offiziell ist. Ein Jahr nach dem Beginn der neuen MotoGP-Ära mit nur noch 850 ccm großen Prototypen wird der Unterbau neu aufgestellt. Eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem Management der MotoGP, vertreten durch Sportdirektor Carlos Ezpeleta und Yamaha-Rennsportchef Paolo Pavesio, war der offizielle Startschuss der neuen Moto3.

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Statt auf den filigranen und kostspieligen Prototypen mit 250-ccm-Viertakt-Einzylindermotoren wird sich der Nachwuchs dann auf deutlich größere, leistungsstärkere, aber in erster Instanz deutlich günstigere Einheitsbikes für höhere Aufgaben empfehlen.

Yamaha bleibt unter der neuen 50.000-Euro-Kostengrenze

Wie SPEEDWEEK.com seit September 2025 mehrfach berichtete, hat Yamaha dafür den Zuschlag erhalten. Die Japaner werden den Reihenzweizylinder-Serienmotor der R7 mit 689 ccm für diese Klasse modifizieren und ein leichtes und für den Rennsport konzipiertes Chassis bauen. Die Kosten für das Rolling-Chassis (Bike ohne Motor) müssen sich gegenüber jetzt halbieren, so die Vorgabe in der Ausschreibung für die neue Einheitsklasse, und dürfen ab 2028 maximal 50.000 Euro pro Bike betragen. Yamaha wird diese Forderung sogar um einige tausend Euro unterbieten.

Aufgrund des langjährigen Konkurrenzkampfs zwischen KTM und Honda um die Moto3-Vorherrschaft gerieten die Kosten immer mehr aus den Fugen. Aktuell kostet ein Rolling-Chassis 100.000 Euro. Die Leasinggebühren für die sechs Motoren pro Fahrer pro Jahr bezahlt zu einem Großteil die MotoGP.

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Um das System mit Blick auf eine erfolgreiche und erschwingliche Nachwuchsförderung umzubauen, fiel die Entscheidung auf ein Einheitsmotorrad.

Carlos Ezpeleta bei der einberufenen Pressekonferenz in Assen: «Wir haben uns auf eine neue Moto3-Ära für sechs Jahre geeinigt. Das gilt auch für die Junioren-WM, die 2029 nachziehen wird. Die neuen Motorräder sollen auch wesentlich besser für heutige Piloten passen – auch in Sachen Ergonomie. Entscheidend ist aber auch die Kostengestaltung, die es möglich machen soll, die neue Moto3 auf eine viel breitere Basis zu stellen – und gleichzeitig auf der Ebene des GP-Fahrerlagers mindestens die Performance einer heutigen Moto3 abzubilden.»

120 Kilo bei 95 PS sind das Ziel

Ezpeleta zu den Spezifikationen: «Wir sind noch in einer frühen Phase, aber wir gehen aktuell von einem Gewicht von 120 Kilo bei einer Leistung von mindestens 95 PS aus. Unterhalb des GP-Fahrerlagers könnte es etwas weniger sein.»

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Damit war das Stichwort für Yamaha-Sportchef Pavesio gegeben, der die eigentliche Mission unterstrich: «Wir sind begeistert, Teil dieses Projekts zu sein, und glauben, dass wir in der Lage sind, zu helfen, die Moto3 der eigentlichen Bestimmung zuzuführen – eine breite Basis für den Rennsportnachwuchs auch auf nationaler Ebene zu fördern. Unser Motorrad ist so konzipiert, dass wir es in Serie in einem Yamaha-Werk fertigen können und so noch unterhalb der vereinbarten Kostengrenze auch für etliche nationale Meisterschaften anbieten können.»

Rennmotorrad in Serie

Gleichzeitig betonte Paolo Pavesio den sportlichen Ansatz: «Auch wenn der Antrieb auf Motor-Serienbasis ist, es handelt sich um ein von Yamaha-Racing-Ingenieuren entwickeltes, reines Rennmotorrad. Und selbst der Motor wird über zahlreiche Maßnahmen optimiert und erleichtert. Auch die Einstellbarkeit, wie bei einem GP-Bike üblich, wird gegeben sein. Wir planen einen ersten Test auf der Strecke im September oder Oktober diesen Jahres.»

Informationen gab es auch zum Geschäftsmodell. Während die Moto3-Chassis der Zukunft von den Teams gekauft werden, gehen die Antriebe über ein Leasing-Modell an die MotoGP-Gruppe. Dadurch sollen auch neben einer Einheitlichkeit die technische Zuverlässigkeit und damit die Betriebssicherheit garantiert werden.

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