Qualifying 1, Jerez: Zarco und Acosta rutschten auf nasser Piste ins Q2
Bei ungewöhnlich kühlen Temperaturen kämpften 13 MotoGP-Piloten um zwei weitere Plätze fürs Q2. Das Beste aus der Lage machten Altmeister Johann Zarco und der WM-Dritte, KTM-Pilot Pedro Acosta.
Es waren herausfordernde Bedingungen auf dem 4,42 km langen Circuito de Jerez. Unmittelbar vor der ersten der beiden Qualifying-Sitzungen machten sich alle Fahrer mit Regenreifen auf die Suche nach dem Limit. Konstant leichter legen ließ keine andere Reifenwahl zu. Doch kurz vor dem Start des Q1 war unklar, ob sich während der Sitzung nicht doch eine trockene Linie finden würde.
Wie so oft war die Besetzung prominent. Insbesondere Pedro Acosta galt als heißer Kandidat für ein Weiterkommen ins Q2. Doch auch Fabio Quartararo, der die M1-Yamaha vor zwölf Monaten in Jerez auf die Pole gestellt hatte, alle vier Honda-Piloten und VR46-Pilot Franco Morbidelli drängten auf einen Platz in der zweiten Quali-Sitzung und damit eine bessere Ausgangslage für die beiden Rennen in Andalusien. Auch Toprak Razgatlioglu, der im feuchten FP2 in den Top 5 aufgezeigt hatte, kam nun in Frage.
Als die Strecke freigegeben war, regnete es nicht und es hatte sich eine zarte, trockene Linie ab – doch für eine Slick-Bereifung war es noch zu früh. Da die Quali-Sessions nur 15 Minuten lang sind, kam ein langes Abwarten nicht infrage. Den ersten Anlauf unternahmen alle Fahrer wieder mit profilierten Regenreifen.
Zuviel Mut zeigte Franco Morbidelli, der Italiener stürzte in der Outlap in der Pedrosa-Kurve. Besser machte es Pedro Acosta. Der KTM-Werksfahrer überstand auch die fliegenden und lieferte die erste Richtmarke – 1:47,302 min – und damit rund 12 Sekunden langsamer als im Trockenen. Noch vor der Halbzeit des Q1 flog auch Jack Miller zu Boden Pech für Zarco und Moreira, deren beste Zeiten unter gelber Flagge annulliert wurden.
Eine Runde später setzte sich Routinier Zarco durch. Der Honda-Fahrer verdrängte Acosta mit der ersten 1:48er-Runde von der Spitze. Hinter Acosta: Marini, Wildcard Fernandez und Joan Mir. Wieder knapp zwei Minuten legte Zarco nochmals an: 1:48,267 min.
An einen Wechsel auf Slicks war weiter nicht zu denken und so ging es auch zur finalen Attacke auf die beiden Q2-Tickets auf Regenreifen. Fünf Minuten vor Schluss sah es nach einer neuen Bestzeit für Pedro Acosta aus, doch im letzten Sektor verspielte der Spanier seinen Vorsprung. Derweil gab es weitere Schrammen im Honda-Lager. Diogo Moreira und Luca Marini rutschen ebenfalls von der Piste.
Auch in den letzten beiden Minuten scheiterten alle Versuche, Zarco und Acosta die Q2-Tickets auf der rutschigen Strecke zu entreißen Während der älteste und jüngste Fahrer der Session weiterzogen, blieben Binder, Mir und Marini zurück.
Fabio Quartararo erreichte P7 und fährt damit nur von 17 los. Startplatz 19 ging an Rookie Razgatlioglu, der noch vor Diogo Moreira losfahren wird, denn für den Brasilianer wurde keine Zeit notiert.
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