Gefühllos: KTM-Held Pedro Acosta steckte wieder einmal in der Jerez-Falle
Spaniens große MotoGP-Hoffnung bekam zum Auftakt des Jerez-GP die Gnadenlosigkeit der Klasse zu spüren. Es fehlten nur Kleinigkeiten, doch trotz harter Attacken blieb Pedro Acosta das Q2 verwehrt.
Spaniens MotoGP-Helden hatten abgeliefert. Alex und Marc Marquez, Raal Fernandez, Fermin Aldeguer und Jorge Martin zogen im Zeittraining zum Spanien-GP das Ticket fürs Q2. Aus der ersten Garde war es nur Pedro Acosta, der versteinert in der Box saß. Mangelnder Einsatz war dem jungen Spanier nicht vorzuwerfen. Der 21-Jährige prügelte die RC16 furchtlos um seine Hausstrecke, glänzte mehrfach mit brillanten Sektorzeiten und doch gelang es nicht, Fahrer und Maschine in einer fabelhaften Runde zu vereinen.
Am Beispiel Acosta lässt sich gut nachvollziehen, wie sich die Leistungsdichte in der MotoGP in neue Höhen geschraubt hat. Alex Marquez, der im Zeittraining mit Platz 1 glänzte, kam auf eine 1:35,7 min und war damit 0,2 Sekunden schneller als im Zeittraining 2025 an Ort und Stelle.
Entsprechend fiel es Pedro Acosta schwer, die richtigen Worte zu finden. «Wir wissen, dass Jerez nicht meine beste Strecke im Kalender ist, und auch wenn
Zu Platz 3 fehlten 0,257 sec
Schlecht gelaunt war der KTM-Werksfahrer aber nicht. Acosta: «Ich habe mich von Beginn des Jahres sehr, sehr wohl mit dem Motorrad gefühlt, aber hier in Jerez ist es sehr ähnlich wie im letzten Jahr. Es ist das seltsame Gefühl, das wir eigentlich immer in Jerez haben. Aber wir müssen auch sehen: Wir sind nicht schlecht – es fehlen nur zwei Zehntel zu den Besten. Es ist, wie es ist, wir arbeiten daran, diesen Rückstand aufzuholen.»
Auch hinter Pedro Acosta ging es mit engen Abständen weiter. Boxen-Kollege Brad Binder verlor ein Zehntel und muss als 16. ebenfalls ins erste Qualifying. Für Arbeitgeber KTM ist die Ausgangslage am Sprint-Samstag wenig erfreulich. Fünf Ducatis, alle Aprilia-Piloten plus Tech3-Pilot Enea Bastianini als einziger Vertreter des KTM-Projekts, so die aktuelle Q2-Liste. Dazu kommt, dass Maverick Vinales, der vor einem Jahr mit Platz 4 in Spanien die Konkurrenzfähigkeit der RC16 bewies.
Doch die Karten können noch einmal neu gemischt werden. Der Tag in Jerez begann mit Regen und die Vorhersagen deuten auf einen komplizierten Sprint-Samstag – womöglich mit Regenreifen – hin.
Ergebnisse MotoGP Zeittraining, Jerez (24. April):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:35,704 min
2.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,333 sec
3.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,506
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,523
5.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,544
6.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,561
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,578
8.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,588
9.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,597
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,655
11.
Joan Mir (E)
Honda
+0,682
12.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,706
13.
Luca Marini (I)
Honda
+0,711
14.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,738
15.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,763
16.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,881
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+1,048
18.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,160
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,230
20.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,293
21.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,321
22.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,554
23.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,915
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