Ruta 40: Red Bull KTM gewinnt Prolog und triumphiert auf Etappe 1
Die Rallye Desafio Ruta 40 ist im vollen Gange. Nachdem Dakar-Sieger Luciano Benavides (Red Bull KTM) den Prolog gewonnen hatte, setzte Teamkollege Daniel Sanders auf Etappe 1 ein Ausrufezeichen.
Die Desafío Ruta 40 ist der dritte Event der Rally-Raid-WM 2026. Argentinien ist fünf Stunden hinter MEZ, weshalb die jeweiligen Tage hierzulande am späten Abend enden. Auftakt der Veranstaltung war am Sonntag der Prolog über nur 9 km – nicht mehr als ein Warmfahren, das zur Ermittlung der Startreihenfolge der ersten Etappe dient.
Wie immer trennten die Top-Piloten nur wenige Sekunden: Prolog-Sieger Luciano Benavides (Red Bull KTM) sowie Ricky Brabec und Tosha Schareina (beide Honda) auf den Plätzen 2 und 3 trennten zwei Sekunden! Die Top-3 wählten für Etappe 1 in umgekehrter Reihenfolge die Startplätze 11 bis 13.
Die am Montag durchgeführte erste Etappe ging über eine Wertungsprüfung von 340 km; zusätzlich war eine Verbindungsstrecke von 171 km zurückzulegen. Der erste Renntag war hinsichtlich Terrain, Landschaften und Streckenbeschaffenheiten abwechslungsreich. Vor der Kulisse der Ausläufer der Anden führte die Route durch imposante Schluchten, bevor es in eine riesige Salzwüste ging, die höchste Aufmerksamkeit bei der Navigation erforderte. Ausgetrocknete Flussbetten – einige sind breit und gut befahrbar, andere durch enge und steinige Schluchten und mit zahlreichen Verzweigungen.
Ab dem ersten Wegpunkt setzte der als Zehnter gestartete Daniel Sanders (Red Bull KTM) die besten Zwischenzeiten. Bis Kilometer 134 war Teamkollege Edgar Canet erster Verfolger des Australiers, dann Tosha Schareina stärker auf und übernahm bis ins Ziel den zweiten Platz. Canet und Benavides fielen derweil noch hinter Brabec zurück, der als Dritter auf das Tagespodium stieg.
Mit sechs Minuten Vorsprung hatte sich Sanders aber ein solides Polster für Etappe 2 erarbeitet, die der 31-Jährige am Dienstag eröffnen muss. «Es war eine gute Etappe. Viel Staub», erzählte der KTM-Star im Ziel. «Ich glaube, ich habe sechs Fahrer überholt. Das Überholen war einfach und sicher; ich habe zwar etwas Zeit verloren, aber so laufen Wüstenrennen nun einmal. Es hat wirklich Spaß gemacht. Die Strecken waren anspruchsvoll und körperlich anstrengend, aber ich habe mich gut gefühlt – ich bin zufrieden mit der ersten Etappe des Rennens. Ich erinnerte mich an einige Abschnitte der Etappe aus dem Jahr 2024, aber das Gelände hat sich stark verändert. Es war wirklich gut, mit all diesen unebenen Abschnitten. Es änderte sich ständig, mit unterschiedlichen Streckenprofilen – wirklich sehr technisch.»
Bester Hero-Pilot wurde Ross Branch auf der siebten Position. Für Sherco holte Bradley Cox in der RallyGP-Wertung als 14. das beste Finish.
Die Rally2-Kategorie wurde von Honda-Neuzugang Bruno Crivilin gewonnen – der erste Etappensieg eines Brasilianers. Dahinter reihten sich die Teamkollegen Preston Campbell und Martim Ventura ein.
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