Raul Fernandez nach Crash mit Martin: «Ich habe keinen Fehler gemacht!»
MotoGP-Ass Raul Fernandez (Trackhouse) wurde beim Crash von Alex Marquez von einem herumfliegenden Teil getroffen. Was er zum Zwischenfall mit Aprilia-Kollege Jorge Martin sagt.
Nachdem Raul Fernandez im MotoGP-Sprint in Barcelona als bester Aprilia-Pilot Vierter wurde, nahm er sich auch für den Grand Prix am Sonntag erneut viel vor. Der Trackhouse-Pilot ging von Startplatz 4 ins Rennen, nach der ersten Kurve lag er bereits auf Rang 3. Kurz danach arbeitete er sich auf Position 2 nach vorne. Er kämpfte mit Pedro Acosta und Alex Marquez um die Führung. In Runde 5 quetschte er sich dann an Acosta vorbei und war Erster.
Einige Runden später gingen Acosta und Marquez wieder an Fernandez vorbei. In dieser Reihenfolge waren die drei auch in Runde 12 unterwegs – bis zum Horrorcrash von AM73. «Ich befand mich bis zur roten Flagge auf Podestkurs. Vermutlich hätte ich das Podium nicht bis zum Ende halten können», meinte Fernandez in der Medienrunde nach dem Rennen. «Ich hoffe, Alex und Johann geht es gut, denn beide hatten einen schweren Sturz.»
Fernandez war mittendrin, als Teile der zerstörten Gresini-Ducati auf die Strecke geschleudert wurden. «Ich habe versucht, nicht mit Alex zu kollidieren, denn ich sah, wie er die gesamte Strecke überquerte, nachdem er Pedro berührte. Ich habe versucht, den Bikes von Alex und Pedro auszuweichen und meinen Körper zu schützen», schilderte der 25-Jährige, der anscheinend von einem herumfliegenden Teil eines Motorrads getroffen wurde. «Ich spürte einen heftigen Aufprall an meinem Körper, und jetzt tut mir der Finger. Auch in der Brust habe ich einen heftigen Schlag abbekommen. Jedenfalls habe ich Glück, denn mir geht es gut. Aber wie auch immer, es war ein sehr seltsamer Tag.»
Beim Neustart ging Fernandez von Position 2 ins Rennen. Nach dem Crash von Johann Zarco, Pecco Bagnaia und Luca Marini erfolgte der zweite Neustart von der gleichen Position aus. Markenkollege Jorge Martin preschte vor der ersten Kurve nach vorne auf Rang 2 hinter Acosta, Fernandez war Dritter. Dann wollte sich der Trackhouse-Pilot in Kurve 5 innen an Martin vorbeiquetschen, doch das Manöver ging schief. Beide landeten im Kies – Martin stürzte und Fernandez fuhr gleich wieder auf die Strecke. Martin richtete sein Bike wieder auf und fuhr dem Feld hinterher.
Während sich Martin nicht zum Zwischenfall mit Fernandez äußern wollte, war der Trackhouse-Pilot gesprächiger. «Bei dem Vorfall mit Jorge war es anfangs ziemlich schwer zu verstehen, was da passierte, denn als ich in Kurve 4 war, sah ich, dass ich richtig viel Tempo hatte, und als ich zu Kurve 5 kam, war ich bereit, ihn zu überholen», erklärte der Spanier. «Er hat dort etwas früher gebremst, weshalb ich eine Chance sah, ihn zu attackieren. In dem Moment, als ich fast an ihm vorbei war, hat er das Motorrad ein wenig aufgerichtet, wie man auf den Hubschrauberaufnahmen oder im Video gut sehen kann. Er hat das Motorrad aufgerichtet und sofort gesehen, dass ich es war, der ihn überholte. Er hat die Bremse gelöst und ist in der Kurve wieder in Schräglage gegangen.»
Raul Fernandez: «Tut mir leid für Aprilia»
«Ich fühle mich schlecht. Vor allem tut es mir leid für Aprilia – sie haben das nicht verdient. Es tut mir wirklich leid für das Team, aber ich glaube, ich habe keinen Fehler gemacht», ist sich Fernandez sicher. «Ich bin nicht mit extrem hoher Geschwindigkeit in die Kurve gefahren. Ich habe ihn überholt, aber in dem Moment, als er mich sah, hat er das Motorrad aufgerichtet und ist wieder in die Kurve gegangen. In diesem Moment sind wir zusammengestoßen und lagen beide im Kiesbett. Am Samstag hatten wir die gleiche Situation in derselben Kurve. Wie man in Kurve 5 gesehen hat, war ich dort das ganze Wochenende über super stark. Ich habe später gebremst als alle Aprilia. Ich war auf meiner Linie, habe ihn überholt, aber in dem Moment, als er mit seinem Motorrad vor meinen Vorderreifen war, konnte ich nichts machen.»
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