SidecarCross of Nations in Dardon Gueugnon: Heimsieg für Team Frankreich
Erstmals seit 2017 haben die Niederländer das SXoN nicht gewonnen, sondern mussten Frankreich und Großbritannien den Vortritt lassen. Die deutsche Mannschaft fuhr auf den fünften Rang.
Lediglich neun Nationen hatten sich zur Teilname am SidecarCross der Nationen angemeldet. Bei 27 Teams wurde daher die Zahl der Wertungsläufe auf zwei reduziert. Noch im letzten Jahr gab es drei Läufe, bei den jeweils zwei der drei Team-Mitglieder pro Nation an den Start gingen. Statt drei Qualifikationsrennen am Samstag gab es nur noch einen Lauf.
Aus diesem wurde die zwei besten Resultate für die Startaufstellung am Sonntag gewertet. Es gewannen die Weltmeister Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart vor den Vize-Champions Killian und Evan Prunier sowie Julian Veldman/Rodolphe Lebreton. In der Summe lagen Frankreich, die Niederlande und Großbritannien mit jeweils neun Zählern gleichauf. Die Deutschen wurden mit Rang neun für Adrian Peter/Julian Zimmermann und Rang dreizehn für Leon Hofmann/Leon Freygang Gesamt-Fünfte vor den Schweizern mit Remo und Luca Käser (8.) sowie Marco Heinzer/Martin Betschart (15.).
Wiederum bei strahlen blauem Himmel gingen am Sonntag auf der anspruchsvollen und überwiegend engen Strecke nurmehr 24 Gespanne an den Start zum ersten Lauf. Heinzer/Betschart waren zum Zuschauen verurteilt, weil sich der ansonsten unverwüstliche Beifahrer zuvor eine Knieblessur zugezogen hatte. Zunächst übernahmen Dan Foden/Noah Weinmann die Führung. Doch dann dauerte es nur vier Runden, bis Vanluchene/van den Bogaart erfolgreich attackierten und zum Sieg fuhren. dahinter konnten sich Guennady Auvray/Jarno Steegmans gegen Brett Wilkinson/Joe Millard durchsetzen. Das französisch-belgische Duo war am Samstag in eine Havarie verwickelt worden, bei der sich Auvray zwei Finger brach. Umso beachtlicher sein Einsatz, mit dem er maßgeblich zum WM-Titel der Franzosen beitragen sollte.
Vo den deutschen Teams starteten Hofmann/Freygang aus der zweiten Reihe und hatten auf der engen Piste dann Mühe, die teils deutlich langsameren Gespanne ohne WM-Erfahrung zu überholen. Besser lief es für Peter/Zimmermann und Patrick Hengster/Joel Hofmann, bis an deren Gespann vier Minuten vor der Zielflagge die Benzinpumpe wegen eines gelösten Kabels streikte. Mit den Rängen acht und vierzehn war die Ausbeute der Schweizer allerdings etwas besser.
Den zweiten Start gewannen wiederum Foden/Weinmann. Doch bald konnten sich Auvray/Steegmans an die Spitze setzen. Vanluchene/van den Boggart versuchten eine Attacke, die allerdings mit einem Sturz endete. Schon vorher hatte der sechsfache Beifahrer-Weltmeister mit voller Wucht einen Stein auf die Brille gewirbelt bekommen. Am Ende konnten sich Wilkinson/Millard im Kampf um den Sieg durchsetzen und damit die Silbermedaille für die Engländer sichern. Von den Niederländern zeigten Veldman/Lebreton die stärkste Leistung, sodass die "oranjen" Serien-SXoN-Meister nicht gänzlich ohne Medaille abreisten. Für die Franzosen ist dies der erste WM-Titel im Sidcarcross überhaupt – nicht zuletzt für die Pruniers ein Trost, nachdem sie sich in der Einzel-WM wieder mit dem zweiten Rang begnügen mussten.
Von den Schweizer-Teams sahen die Käsers wiederum als Achte das Ziel, während die Buobs ausfielen. Heinzer/Betschart waren nur beim Start erschienen, um gewertet zu werden. Für die Deutschen starteten diesmal Peter/Zimmermann aus der zweiten Reihe und hatten damit ihre Not, den dreizehnten Rang zu sichern.
Für einige Akteure war dies das letzte Rennen ihrer Karriere. Der vierfache Weltmeister Vanluchene wird ebenso aufhören wie Joe Millard. Dessen Job wird im nächsten Jahr Noah Weinmann übernehmen, da Dan Foden einen jungen englischen Beifahrer aufbauen möchte. Inzwischen steht auch fest, dass Koen Hermans und Dion Rietman sich aus der WM-Szene verabschieden. Julian Veldman will wieder aufs Quad umsteigen.
Apropos: Neben dem Nationencup der Gespanne kämpften auch die Quadfahrer um die Team-WM. Die USA gewannen vor Norwegen und Frankreich, das deutsche Trio mit Matteo Stiller, Luca Stiller und Ben Roese errang den siebten Rang.
Am kommenden Wochenende (3./4.10.) findet in Sontra ein Gespann-Abschlusstrainig inklusive Testmöglichkeiten statt. Unter anderem wollen Mega-RS und Sidecar-Service Davy Maris (Zabel, VMC) mit Gespannen vor Ort sein. Info: husarenring.de, a.peter@apx-offroad.com
Resultate SidecarCross of Nations Dardon Gueugnon/F:
1. Lauf: 1. Vanluchene/van den Bogaart (B/NL), VMC-Zabel. 2. Auvray/Steegmans (F/B), WSP-KTM. 3. Wilkinson/J.Millard, (GB), WSP-Husqvarna. 4. J.Veldman/Lebreton (NL/F), CPD-KTM. 5. K.Prunier/E.Prunier (F), WSP-KTM. 6. Foden/N.Weinmann (GB/D), WSP-AMS. 7. Wijers/van Hal (NL), VMC-Zabel. 8. R.Käser/L.Käser (CH), VMC-KTM. 9. Peter/Zimmermann(D), VMC-Husqvarna. 10. Lihtsa/Lina (EST), WSP-Husqvarna. 11. G.Carcreff/Hupon (F), VMC-Zabel. 12. Sanders/J.Vincent (B/NL), WSP-Mega. 13. K.Grondman/R.Vincent (NL), VMC-Zabel. 14. S.Buob/M.Buob (CH), VMC-Zabel. 15. Hodges/Henderson (GB), WSP-Husqvarna. 16. Hofmann/Freygang (D), VMC-Mega. 17. N.Hendrickx/Kaethoven (B), VMC-Mega. 18. Jensen/Petersen ((DK), WSP-KTM. 19.Thuno/Hemmingsen (DK), VMC-Gasgas. 20. Jorgensen/Modekjaer (DK), VMC-Husqvarna. 24. Hengster/Hoffmann (D), VMC-KTM.
2. Lauf: 1. Wilkinson. 2. Auvray. 3. Prunier. 4. Foden. 5. Veldman. 6. Wijers. 7. Sanders. 8. Käser. 9. Hendrickx. 10. Hofmann. 11. Lihtsa. 12. Hengster. 13. Peter. 14. Carcreff. 15. Karing/Nitsoo (EST), WSP-KTM. 16. Jensen. 17. Thuno. 18. Bernardini/Pasqui (I), WSP-Zabel. 19. Jorgensen. 20. Zanirato/Beraldo (I), WSP-Zabel. 24. Heinzer/M.Betschart (CH), VMC-KTM. 25. Buob.
SQXoN: 1. Frankreich 23 Punkte. 2. Großbritannien 29. 3. Niederlande 35. 4. Belgien 46. 5. Deutschland 60. 6. Schweiz 79. 7. Dänemark 89. 8- Estland 58. 9. Italien 82
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