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SidecarCross-WM Varsseveld: Vanluchene/van den Bogaart sind Weltmeister

Ein zweiter Platz im ersten Lauf der SidecarCross-WM 2026 in Varsseveld genügten Marvin Vanluchene und Ben van den Bogaart zum vorzeitigen Titelgewinn. Im Kampf um den Vizetitel bleibt es spannend.

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Für Killian und Evan Prunier begann das Desaster bereits in der samstäglichen Qualifikation, als der Motor vor ihrem Einsatz streikte. Mit Ach und Krach retteten die EM-Zweiten noch den achten Rang. Derweil konnten sich die Titelanwärter Vanluchene/van den Bogaart sowie Julian Veldman/Rodolphe Lebreton als Sieger ihrer Quali-Rennen am Sonntag die besten Startplätze aussuchen. Tim Prümmer/Patrick Schneider durften sich als Fünfte und Dan Foden/Noah Weinmann als Vierte ihrer Gruppen ebenfalls in der ersten Startreihe aufstellen.

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Just vor dem ersten Wertungslauf fand das Pech der Franzosen seine Fortsetzung, die Kupplungshydraulik streikte. Zwar versuchten die Pruniers trotzdem mitzukämpfen, mussten aber nach acht mühsamen Runden aufgeben. Auch für Tim Prümmer/Patrick Schneider lief das Rennen mit Platz acht unter den Erwartungen, während sich Vanluchene/van den Bogaart taktisch klug mit dem zweiten Rang hinter Veldman/Lebreton begnügten.

Damit hatten sie den Titel bereits sicher. Für den Belgier ist es die vierte WM-Krone nach 2018, 2023 und 2024, für den niederländischen Beifahrer bereits das sechste Gold nach 2013, 2014, 2016, 2018 (ebenfalls mit Vanluchene) und 2025. Damit ist Van den Bogaart der erfolgreichste Beifahrer in der Geschichte des Sidecarcross.

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Im zweiten Lauf trumpften die frischgekürten Champions locker auf und ließen Veldman diesmal nicht den Vortritt. Dahinter bemühten sich Prümmer/Schneider, möglichst viel Punkte zu sammeln und rangierten zwischenzeitlich sogar an vierter Position. Doch dann machten sich die Folgen des Trainingssturzes von vor zwei Wochen verstärkt bemerkbar und Prümmer unterlief ein Fahrfehler. Währenddessen kämpften sich die Pruniers vom vierzehnten auf den siebten Rang vor.

Kampf um den Vizetitel ist wieder offen

Damit haben sie im Kampf um den Vizetitel nur noch einen Punkt Vorsprung. Entsprechend spannend wird das Finale am kommenden Wochenende in Rudersberg, zumal beide Teams auf harten Bahnen als gleich stark einzuschätzen sind. Prümmer/Schneider gewannen zuletzt den Grand Prix in Straßbessenbach und haben WM-Bronze bereits sicher. «Wir haben nichts zu verlieren und können nur noch gewinnen», resümierte Prümmer.

Auch der Kampf um den vierten WM-Rang ist noch nicht entschieden. Tim und Sem Leferink legten ihr Gespann im ersten Lauf in den nach Regen schweren Sand, konnten sich vom vierzehnten jedoch wieder auf den siebten Platz vorarbeiten, während Brett Wilkinson/Joe Millard aufs Podium fuhren. Im zweiten Durchgang drehten die niederländischen Brüder den Spieß um. Der Abstand beträgt vor dem Finale knappe acht Punkte.

Nicht entschieden ist auch der Kampf um WM-Rang sechs. Dan Foden/Noah Weinmann konnten sich zwar vom neunten auf den siebten Tabellenplatz verbessern und damit den Anschluss an Davy Sanders/Jens Vincent halten. Doch zufrieden waren sie mit ihrer Leistung nicht. «Uns hat an diesem Wochenende einfach die Aggressivität gefehlt», kommentierte Beifahrer Weinmann. Dicht hinter ihnen lauern Koen Grondman/Ross Vincent auf einen besseren Platz in der WM-Endabrechnung. Daniels und Bruno Lielbardis, ebenfalls in dieser Gruppe, fehlten in Varsseveld wegen eines Infektes. Auch Koen Hermans und sein Beifahrer Dion Rietman waren beim Heim-GP nicht vertreten. Verletzungsbedingt wird der Weltmeister von 2025 in diesem Jahr nicht mehr an den Start gehen.

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Adrian Peter und Julian Zimmermann: Ein Wochenende zum Vergessen

Von den deutschen Teams waren Adrian Peter/Julian Zimmermann in Varsseveld vertreten und erlebten ein Wochenende zum Vergessen. In der Quali wurden sie zunächst in einen Sturz verwickelt. Zwei Runden später machte ein abgerissener Lenkungsdämpfer das Gespann unfahrbar. Aus der zweiten Startreihe bemühten sich die Deutschen Meister dann, in die Punkteränge zu fahren. Was auch trotz Brillenwechsel in der Helferbox Aussicht auf Erfolg hatte – bis kurz vor Schluss der Motor den Geist aufgab. Weil es nichts mehr zu gewinnen gab, verzichtete das Team auf einen Wechsel des Triebwerks.

Auch Hofmann/Freygang ließen den zweiten Lauf aus. In der Quali touchierten die beiden Leons zunächst das Startgitter, dann kugelte Freygang kopfüber aus dem Boot. Zu allem Übel entpuppte sich der Lenkungsdämpfer vor dem Last-Chance-Rennen als defekt und musste hektisch getauscht werden. Obwohl Freygang unter Kopfschmerzen und Übelkeit litt, erkämpfte das Duo im sonntäglichen ersten Lauf drei Punkte. Da seine Beschwerden sich jedoch verstärkten, verzichteten die Deutschen Vizemeister auf den zweiten Lauf.

Einmal mehr als Beifahrer von Daniel Willemsen blieb auch Joel Hoffmann punktelos. Mit dem sechsten Quali-Rang hatte das Wochenende verheißungsvoll begonnen, doch dann machte eine defekte Benzinpumpe nach starkem ersten Start die Aussicht auf einen Punkterang zunichte. Im zweiten Durchgang musste sich das niederländisch-deutsche Duo mit Rang 22 begnügen. Hoffmann bestreitet den GP in Rudersberg mit Patrick Hengster. Eine bessere Bilanz als der Multi-Champion konnte im Sand Kelly Debruyne vorweisen: Mit Andy Schlinnertz fuhr die Gattin des nun sechsfachen Beifahrer-Weltmeisters im zweiten Lauf auf den achtzehnten Rang.

Resultate Motocross-Gespann-WM Varsseveld/NL:

1. Lauf: 1. J.Veldman/Lebreton (NL/F), SMT-KTM. 2. Vanluchene/van den Bogaart (B/NL), VMC-Zabel. 3. Wilkinson/J.Millard, (GB), WSP-Husqvarna. 4. Sanders/J.Vincent (B/NL), WSP-Mega. 5. K.Grondman/R.Vincent (NL), VMC-Zabel. 6. Wijers/van Hal (NL), VMC-Zabel. 7. T.Leferink/S.Leferink (NL), VMC-KTM. 8. Prümmer/Schneider (D/A), VMC-AMS. 9. S,Veldman/van den Berg (NL), SMT-AMS. 10. Foden/N.Weinmann (GB/D), WSP-AMS. 11. N.Hendrickx/Kaethoven (B), VMC-Mega. 12. J.Brown/Booth (GB), VMC-AMS. 13. I.Kops/Koenst (NL), WSP-Husqvarna. 14. B.van den Heuij/S.van den Heuij (NL), EML-Mega. 15. De Cock/A.van de Wiel (B), VMC-AMS. 16. Mulders M.van Deutekom (NL), WSP-Husqvarna. 17. Hodges/Henderson (GB), WSP-Husqvarna. 18. Hofmann/Freygang (D), VMC-Mega. 19. R.Käser/L.Käser (CH), VMC-KTM. 20. Langens/van Schijndel (NL), VMC-Husqarna. 25. Peter/Zimmermann(D), VMC-Husqvarna. 28. D.Willemsen/Hoffmann (NL/D), WSP-KTM.

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2. Lauf: 1. Vanluchene. 2. J.Veldman. 3. Leferink. 4. Wijers. 5. Prümmer. 6. Wilkinson. 7. K.Prunier/E.Prunier (F), WSP-KTM. 8. Foden. 9. Sanders. 10. Kops. 11. S.Veldman. 12. Mulders. 13. Hotze/N.Debruyne (NL/B), WSP-Husqvarna. 14. Van den Heuij. 15. Käser. 16. De Cock. 17. Brown. 18. K.Debruyne/Schlinnertz (B), WSP-AMS. 19. Kinge/Mackay (GB), WSP-AMS. 20. Grahame/J.Watson (GB), VMC-Zabel. 22. Willemsen.

WM-Stand nach 22 von 24 Läufen:

1. Vanluchene 534 Punkte (Weltmeister). 2. Prunier 432. 3. Prümmer 431. 4. Wilkinson 359. 5. Leferink 351. 6. Sanders 258. 7. Foden 249. 8. Grondman 244. 9. Lielbardis 239. 10. Veldman 235. 15. Peter 100. 19. Hengster 69. 24. Heinzer 41. 22. Käser 35. 38. Hofmann 20. 39. Uhlig je 17. 46. Buob 9.

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