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SidecarCross-WM in Rudersberg: Es bleibt bei Bronze für Prümmer/Schneider

Beim Finale der SidecarCross-WM in Rudersberg gelang es Tim Prümmer/Patrick Schneider nicht mehr, den Spieß gegen die Prunier-Brüder umzudrehen. Die Franzosen verteidigten ihren Vizetitel souverän.

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Beim vorletzten Grand Prix im niederländischen Varsseveld hatten Tim Prümmer/Patrick Schneider das Kunststück vollbracht, ihren Rückstand zu Killian und Evan Prunier auf einen Punkt zu verringern. Zweifellos eine gute Ausgangslage, um die bereits sichere Bronzemedaille beim Finale noch in Silber umzumünzen. Doch es sollte nicht sein. Im samstäglichen Qualifikationsrennen führte das deutsch-österreichische Duo, bis Prümmer den Motor ausbremste und die neuen Weltmeister Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart ebenso wie Dan Foden/Noah Weinmann vorbeiziehen konnten. In der B-Gruppe sahen die Pruniers als Zweite hinter Brett Wilkinson/Joe Millard die Zielflagge.

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Der daraus resultierende Verlust eines weiteren Punktes war für das Team Prümmer verschmerzbar. Doch sollten die WM-Dritten bereits im ersten Wertungslauf weitere Zähler einbüßen. Während die Pruniers den Start vor Wilkinson und Davy Sanders/Jens Vincent gewannen, konnte Prümmer dicht dahinter knapp einer Havarie entgehen. Für die innen auf die erste Rechtskurve zu rasenden Foden/Weinmann wurde der Platz knapp und ihr Gespann rasierte die Streckenbegrenzungen ab. Irgendwie schaffte es die englisch-deutsche Formation dennoch, ihr Gespann unter Kontrolle zu halten. Hinter ihnen gerieten die neuen Weltmeister ebenfalls in Bedrängnis und legten ihr Gespann auf die Seite.

Am Ende der Startkurve gerieten dann Julian Veldman/Rodolphe Lebreton aus der Bahn. Während Fahrer und Gespann in Richtung des folgenden Streckenabschnitts purzelten, wurde der aus dem Boot gefallene Lebreton von nachfolgenden Gespannen touchiert. Doch sah die Havarie schlimmer aus, als sie war. Der bekanntermaßen mit Nehmerqualitäten ausgestattete Franzose rappelte sich bald wieder auf und am Ende sah das Duo noch auf Rang dreizehn die Zielflagge.

Adrian/Peter/Julian Zimmermann blieben vom Getümmel unbehelligt und bogen als Sechste in die nächsten Kurven ein. Im Mittelfeld konnten sich Patrick Hengster/Joel Hoffmann, die Schweizer Sven und Marc Buob sowie Leon Hofmann/Leon Freygang einsortieren. Jan Hoormann musste nach zehn Runden aufgeben, weil Beifahrer Paul Kinder sich die Hand lädiert hatte.

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Nicht zu den Hauptrennen antreten konnten die Leferink-Brüder. Beifahrer Sem hatte sich im samstäglichen Training eine Knieverletzung zugezogen. Damit ging der vierte WM-Rang kampflos an Wilkinson/Millard. Auch die Lielbardis-Zwillinge mussten passen. In der Qualifikation stellte sich heraus, dass Beifahrer Bruno nach seiner Infektion noch zu geschwächt war, um die Rennen durchzustehen. Weiterhin konnten Remo und Luca Käser und Pierre Seifert/Jens Brummer verletzungsbedingt die Hauptrennen nicht bestreiten.

Die Pruniers behaupteten ihre Führung bis ins Ziel, während Prümmer/Schneider sich mit dem dritten Rang hinter Wilkinson/Millard bescheiden mussten. Damit betrug der Abstand auf die Konkurrenten nun sieben Punkte. Auch beim Duell um den sechsten Rang ging es denkbar knapp her. Vor diesem Hintergrund ist es erklärbar, dass die Weltmeister ihre Aufholjagd hinter den Landsleuten Sanders/Vincent beendeten. Die brauchten nämlich jeden Punkt, um Foden/Weinmann auf Distanz zu halten – vor allem, nachdem die sich an ihnen vorbeiquetschen konnten. Überdies hätte eine Attacke von Vanluchene auch zu einem Crash führen können, was angesichts des am kommenden Wochenende in Dardon Gueugnon/F stattfindenden SXoN unbedingt zu vermeiden war. Schließlich zählen die Belgier dort zu den Mitfavoriten.

Den zweiten, weniger turbulenten Start gewannen Wilkinson/Millard vor den Pruniers und Foden/Weinmann, während Prümmer/Schneider nur an zwanzigster Position aus der ersten Runde kamen. Zwar hatten sie bereits wenig später einige Plätze gutgemacht. Doch am Ende sollte Rang fünf nicht reichen, da Killian und Evan Prunier sich mittlerweile auf dem zweiten Platz hinter den einmal mehr souveränen Champions etabliert hatten. Foden/Weinmann konnten Sanders/Vincent wiederum unter Kontrolle halten, dennoch fehlten in der Endabrechnung drei Punkte für den sechsten Rang.

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Von den deutschsprachigen Teams bestätigten Peter/Zimmermann ihre Leistung im ersten Lauf, auch die Buobs und Hengster/Hoffmann sammelten die letzten Punkte dieser WM‑Saison. Was den beiden Leons nicht vergönnt war: Sie mussten mit defektem Seitenrad aufgeben.

Während Multi-Weltmeisterbeifahrer Ben van den Bogaart die Saison mit einem weiteren Laufsieg krönte, fuhr Gattin Kelly Debruyne mit Andy Schlinnertz nach dem 23. Rang im ersten Lauf nun drei WM-Zähler ein. Viktorija Vareikate mit Gregory Raymond als Fahrer blieb dagegen punktelos. Derweil dreht das Fahrer- und Beifahrer-Karussell schon auf Hochtouren. Doch abgesehen von Tim Prümmer, der im nächsten Jahr mit dem verletzungsbedingt ausgefallenen Belgier Loet van der Putten starten will, gibt es noch keine konkreten Ansagen.

Ergebnisse Motocross-Gespann-WM Rudersberg/D:

1. Lauf: 1. K.Prunier/E.Prunier (F), WSP-KTM. 2. Wilkinson/J.Millard, (GB), WSP-Husqvarna. 3. Prümmer/Schneider (D/A), VMC-AMS. 4. Foden/N.Weinmann (GB/D), WSP-AMS. 5. Sanders/J.Vincent (B/NL), WSP-Mega. 6. Vanluchene/van den Bogaart (B/NL), VMC-Zabel. 7. Peter/Zimmermann(D), VMC-Husqvarna. 8. Wijers/van Hal (NL), VMC-Zabel. 9. Auvray/Steegmans (F/B), WSP-Husqvarna. 10. S.Buob/M.Buob (CH), VMC-Husqvarna. 11. Hengster/Hoffmann (D), VMC-KTM. 12. Hofmann/Freygang (D), VMC-Mega. 13. J.Veldman/Lebreton (NL/F), CPD-KTM. 14. De Cock/A.van de Wiel (B/NL), VMC-AMS. 15. I.Kops/Koenst (NL), WSP-AMS. 16. G.Carcreff/Hupon (F), VMC-Zabel. 17. G.Kinge/Mackay (GB), WSP-AMS. 18. N.Hendrickx/Kaethoven (B), VMC-Mega. 19. S.Gouin/K.Gouin (F), VMC-Husqvarna. 20. Grahame/J.Watson (GB). VMC-Zabel. 25. J.Hoormann/Kinder (D), VMC-Zabel. 28. Seifert/Brummer (DCH), VMC-Husqvarna.

2. Lauf: 1. Vanluchene. 2. Prunier. 3. Wilkinson. 4. Foden. 5. Prümmer. 6. Sanders. 7. Peter. 8. Hendrickx. 9. Veldman. 10. Wijers. 11. Hodges/Henderson (GB), WSP-Husqvarna. 12. Buob. 13. Hengster. 14. Carcreff. 15. Kops. 16. Kinge. 17. Gouin. 18. K.Debruyne/Schlinnertz (B), WSP-AMS. 19. Grahame. 20. Rogers. 22. Hofmann.

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WM-Endstand nach 24 Läufen:

1. Vanluchene 579 Punkte (Weltmeister). 2. Prunier 483. 3. Prümmer 470. 4. Wilkinson 406. 5. Leferink 351. 6. Sanders 292. 7. Foden 289. 8. Veldman 255. 9. Wijers 255. 10. Grondman 245. 14. Peter 128. 16. Hengster 87. 26. Heinzer 41. 29. Käser 35. 33. Buob 29 34. Hofmann 29. 40. Uhlig je 17.

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