Große Trauer: Georg «Schorsch» Hack im Alter von 76 Jahren gestorben
Mit dem Bayer Georg Hack verliert der deutsche Bahnsport nicht nur einen kampfstarken ehemaligen Rennfahrer, sondern auch einen Menschen, der sich als Funktionär und Trainer verdient gemacht hat.
Mit Trauer und Bestürzung verkündete der AC Landshut den Verlust einer seiner größten Identifikationsfiguren. Der am 2. Februar 1950 geborene Georg Hack ist am Morgen des 2. November 2026 im Alter von 76 Jahren verstorben. Hack war eine der prägendsten Figuren im Landshuter Speedwaysport und lieferte auch auf internationaler Ebene ab, wenngleich er nie einen der großen Einzeltitel gewann. In den 1970er-Jahren begann die Rennfahrerkarriere Hacks, es gelang ihm bereits in diesem Jahrzehnt sich in die Siegerlisten zu schreiben und auch in der Speedway-Bundesliga machte er sich einen Namen.
Während dieser Zeit verdiente sich Hack, der niemals auch nur einen Zentimeter von seiner einmal gewählten Fahrlinie abwich, seinen Spitznamen «Bretter-Schorsch», da er doch das ein oder andere Mal Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung machte. Mit Manfred Poschenrieder gab es einst auch eine Boxeinlage, doch später waren beide eng verbundene Kameraden in der Speedway-Nationalmannschaft.
1982 bestritt Hack in 14 Tagen drei Weltfinals
Seine Blütezeit erlebte der Landshuter zu Beginn der 80er-Jahre: 1981 gewann Hack mit dem deutschen Nationalteam, dessen Teamchef er später werden sollte, in Olching WM-Bronze und 1982 in White City in London folgte eine weitere Bronzemedaille, mit der die Deutschen unterstrichen, dass 1981 keine Eintagsfliege war. Das Team-Finale war 1982 nur eines von drei WM-Finals, die Hack innerhalb weniger Tage bestritt. Beim Speedway-WM-Finale in Los Angeles und beim Langbahn-WM-Finale im dänischen Korskro war der Bayer ebenfalls mit von der Partie.
1985 beendete Hack seine aktive Rennfahrerkarriere und konzentrierte sich fortan auf seine Arbeit in der Konstruktionsabteilung bei BMW. Er wirkte zum Beispiel stark am ersten BMW-Superbike S1000RR mit. Dem Sport, den auch sein Sohn Georg Hack jun. als aktiver Fahrer ausübte, blieb er über viele Jahre als Trainer beim AC Landshut und als Teamchef der deutschen Speedway-Nationalmannschaft erhalten. Zahlreiche Fahrer profitierten so von Hacks umfassender Erfahrung, die er stets bereitwillig und lehrreich an den Nachwuchs weitergab und somit ganze Rennfahrergenerationen mitprägte.
SPEEDWEEK.com drückt den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aus und wünscht viel Kraft in diesen schweren Tagen. Ruhe in Frieden, Schorsch.
Georg Hacks größte Erfolge:
Speedway-Team-WM:
1981 – 3.
1982 – 3.
Speedway-WM:
1982 – 11.
Speedway-Paar-WM:
1978 – 6.
Langbahn-WM:
1977 – 10.
1978 – 6.
1979 – 5.
1980 – 5.
1981 – 12.
1982 – 11.
1983 – 10.
1985 – 10.
Speedway-Bundesliga mit Landshut:
1974 – 1.
1976 – 3.
1977 – 1.
1978 – 1.
1979 – 1.
1980 – 2.
1981 – 2.
1982 – 1.
1983 – 2.
1984 – 1.
1986 – 1.
Speedway-DM:
1979 – 2.
1981 – 3.
1982 – 3.
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